Kopf S. H. (I)
Ident. Nr.: B I 662
ObjID: obj:960332
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1947
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Kopf S. H. (I)Übersetzung: Head of S. H. (I)
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
587274Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
1948–1951 - Material / Technik
- Zement
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 29 x 23 x 23 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960332
Objektbeschreibung
Die hier porträtierte Susanne Harder (1916–1999) war eine mit der Familie Heiliger befreundete Fotografin. Ihr Mann, Siegfried Harder, der im Krieg vermisst und später für tot erklärt wurde, war ein Kommilitone Heiligers an der Kunstgewerbeschule in Stettin. Vermutlich entstand der Kopf während eines Besuchs Harders bei den Heiligers in Berlin im Februar/März 1947. Die Proportionen sind über- bzw. unterdimensioniert geformt, der Kopf wird nach oben hin breiter, der Hals hingegen bleibt schmal. Das Gesicht ist wenig detailliert ausgestaltet und wirkt durch seine schematische Anlage archaisch. Die Haare umrahmen das Gesicht statisch, wie ein Kranz. Lebendigkeit entsteht durch die leichte Neigung des Kopfes sowie das sympathisch-warme Lächeln, das die Mundpartie umspielt und das von der Kunstkritik mehrfach lobend hervorgehoben wurde. Auf einem Faltblatt zu Heiligers erster Einzelausstellung, 1948 in der Galerie Bremer in Berlin, wurde der Kopf als Hauptwerk beworben. Als sich das Ehepaar Heiliger 1953 trennte, zog Ruth Maria Linde-Heiliger, die ebenfalls Bildhauerin war, in die Nähe von Harder nach Eiderstedt an der Nordseeküste. | Anja Pawel
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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