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Stehende

Ident. Nr.: B II 21

ObjID: obj:960400

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Arnold (1909 - 1979),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1948
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stehende
Übersetzung: Standing Woman
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1960
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 62,5 x 20,5 x 16 cm
Erwerbung
1960 Ankauf vom Künstler, Dresden, aus Mitteln des Kulturfonds der DDR

Objektbeschreibung

Nach dem Studium an der Leipziger Kunstgewerbeschule besuchte Arnold in den Jahren 1933 bis 1940 regelmäßig den Schweizer Bildhauer Hermann Haller in dessen Atelier am Bodensee. Zu dieser Zeit noch auf der Suche nach einer eigenen Formensprache für seine Plastik, prägten und inspirierten ihn diese Aufenthalte und der klare Stil seines Künstlerkollegen. Insbesondere die Formgebung und die Körperlichkeit der stehenden, weiblichen Akte Hallers griff Arnold in seinen frühen Arbeiten auf. So setzte er die aufrechte Position auch bei einer seiner ersten ganzfigurigen Skulpturen um, die er 1933 aus Mooreiche anfertigte. Diese Arbeit trug wie auch die vorliegende den Titel „Stehende“. Sie wurde von den Nationalsozialisten bei der Aktion „Entartete Kunst” teils zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Arnold weiterhin dem stehenden weiblichen Akt. In der plastischen Konzeption der Bronze „Stehende“ fokussierte er sich auf die Haltung der Arme, die, locker hinter dem Kopf verschränkt, Dynamik in den Frauenakt bringen. Es ist eine Darstellung, in der eindeutig der Einfluss Hallers erkennbar ist, der diese Armhaltung in einer Vielzahl seiner Werke verwendete. | Jill Praus

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

Badende

Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger