Familie des Malers Adalbert Trillhaase
Ident. Nr.: B 87
ObjID: obj:960440
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1923
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Familie des Malers Adalbert TrillhaaseÜbersetzung: The Family of the Painter Adalbert Trillhaase
- Provenienz
- Kommission: Karl Nierendorf, Berlin,
1923Kauf: Johannes Bredt, Münster,
1923 - max. 1931Kauf: Karl und Josef Nierendorf,
spätestens 1931 - 1949Meta Nierendorf und Florian Karsch, Berlin,
1949–1953Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1953–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 119 x 95 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960440
Objektbeschreibung
Erste finanzielle Erfolge gelangen Dix Anfang der 1920er-Jahre nicht in Dresden, sondern in Düsseldorf. Vor allem die Kunsthändlerin Johanna Ey verkaufte dort zunächst Grafiken von ihm. Dazu kamen Porträtaufträge. Unter anderem deshalb zog Dix im Herbst 1922 nach Düsseldorf. Hier wurde er Mitglied der Gruppe Das Junge Rheinland. Er lebte am Hindenburgwall 3 in einer Wohnung, deren Eigentümer Adalbert Trillhaase (1858–1936) war. Dieser stammte wie Dix aus Thüringen. Er war zunächst als Grundstücksmakler tätig, bevor er spät mit dem Malen begann. Häufig religiöse Themen aufgreifend, wird sein Werk der naiven Malerei zugeordnet. Er stellte bei Johanna Ey aus und gehörte ebenfalls dem Jungen Rheinland an. Dix malte die Trillhaases im Herbst 1923. Der Maler und seine Gattin, Augusta, sitzen an einem viel zu kleinen Tisch, auf dem sich eine Vase mit drei Rosen befindet. Hinter ihnen steht Sohn Siegfried, auch er ein autodidaktischer Maler. Tochter Felicitas ist in Form eines Brustbildes an der Wand links präsent. Rechts im Hintergrund lässt sich ein Teil des Ratinger Tors erkennen. 1965 sagte Dix rückblickend über seine Bildnisse und das der Trillhaases: „Wissen Sie, wenn man jemanden porträtiert, dann sollte man ihn möglichst nicht kennen. […] Der erste Eindruck, den man von einem Menschen hat, ist der richtige. Wenn ich sein Bild fertig habe, kann ich meine Einstellung eventuell revidieren und sagen: Nun, er ist doch nicht ganz so ein Vieh, wie es schien. […] Oder er ist […] nicht so naiv wie die Trillhaases“ (Otto Dix, Über Porträt, 1965, in: Diether Schmidt, Otto Dix im Selbstbildnis, Berlin [Ost] 1978, S. 253). | Sven Beckstette
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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