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Großer Janus B

Ident. Nr.: NG 10/98

ObjID: obj:960735

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Fritz Koenig (1924 - 2017),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1985 / 1998
Weitere Titel
Sammlungstitel: Großer Janus B
Übersetzung: Large Janus B
Material / Technik
Eisen
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 377 x 102 x 102 cm
Erwerbung
1998 Ankauf vom Künstler mit Unterstützung von Irene und Rolf Becker, Baierbrunn

Objektbeschreibung

Koenigs monumentale Skulptur „Großer Janus“ ist die letzte und größte Arbeit aus seiner „Janus“-Werkreihe. Der Künstler hatte die abstrahierte Darstellung des römischen Gottes aus geometrischen Grundformen mehrmals in verschiedenen Größen und Materialien wiederholt. Der „Große Janus“ befindet sich in der Sigismundstraße in Berlin an der Freitreppe zur Gemäldegalerie. Die Nationalgalerie hatte das Werk 1998 vom Künstler erworben und im öffentlichen Raum des Kulturforums am Potsdamer Platz aufgestellt. Auf einer quadratischen Sockelplatte stehen zwei einander berührende Pfeiler versetzt zueinander. In der rückwärtigen Aussparung ist jeweils ein rechteckiger Stab mit einem Zylinder angebracht. Die abstrahierte Darstellung eines Gesichts wird auf beiden Seiten spiegelsymmetrisch wiederholt. Durch die Patina aus Rost fügt sich die Stahlskulptur organisch in die Umgebung ein. Die Gestaltung der Figur lädt die Betrachter*innen dazu ein, sie zu umrunden und aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Formen zu entdecken. | Stefanie Meisgeier

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

Badende

Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger