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Mutter und Kind

Ident. Nr.: B III 286

ObjID: obj:960769

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Hermann Grämer (1899 - 1966),
Künstler*in
Datierung
um 1925
Weitere Titel
Sammlungstitel: Mutter und Kind
Übersetzung: Mother and Child
Geografische Bezüge
Provenienz
Armin Schönbach, Eichwalde bei Berlin,
1989
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,2 x 4,5 x 6,5 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1989 Ankauf von Dr. Armin Schönbach, Eichwalde bei Berlin

Objektbeschreibung

Grämer absolvierte 1914/1915 eine Lehre als Modelleur und studierte zwischen 1916 und 1922 an der Kunstgewerbeschule bei Adolf Sonnenschein sowie an der Kunstakademie bei Selmar Werner in Dresden. Während sich der Bildhauer bis 1923 in seinen Werken mit Kubismus und Expressionismus auseinandersetzte, schlug er in der Folge einen klaren realistischen Weg ein. In seiner Heimatstadt Dresden fand seine Kunst früh Anerkennung. So kaufte die Stadt bereits ab 1920 Arbeiten von ihm an, 1923 erhielt er den Sächsischen Staatspreis, und 1926 war er an der „Internationalen Kunst-Ausstellung“ in Dresden beteiligt. Neben seinen gesellschaftskritischen Plastiken schuf Grämer auch harmonische oder gar lebensfrohe Darstellungen wie spielende Kinder oder Mutter-Kind-Gruppen, die sich in die populäre Kleinplastik der Zeit einreihten. Die kleine Bronze, die um 1925 entstand, zeigt das Kind in vertrauensvoller Umarmung mit seiner Mutter. | Irina Hiebert Grun

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz