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Fohlenpärchen

Ident. Nr.: NG 14/81

ObjID: obj:961158

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1934
Weitere Titel
Sammlungstitel: Fohlenpärchen
Übersetzung: Pair of Foals
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
1965
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,5 x 16,5 x 5,5 cm
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Sintenis war eine begeisterte Reiterin, sie hatte eine ausgesprochene Zuneigung zu Pferden. Es verwundert daher nicht, dass sie Pferde in ihrem Werk nicht nur am vielfältigsten, sondern auch am zahlreichsten gestaltet hat. Für Sintenis waren sie „die schönsten Tiere der Welt“, wie sie auch in einem Text mit demselben Titel schrieb: „Junge und alte, jedes ist vom anderen ganz verschieden. Mutig und edel, stark und treu, willig stumm und geduldig begleiten sie uns. Ihre dunklen Augen blicken uns an, ihr Fell glänzt, ihre Haare wehen im Wind. […] Sie sind ewig und zeitenlos, die schönsten Tiere der Welt: Die Pferde“ (zit. nach Britta Buhlmann, Renée Sintenis, Darmstadt 1987, S. 57). Waren Sintenis’ frühe Tierplastiken noch etwas stilisiert und statuarisch, erlangten sie in späteren Jahren eine immer größere Bewegungsfreiheit, was sich auch in der aufgelockerten Oberflächengestaltung ausdrückt. Ihre Fohlen (NG 14/81 und NG 16/81) und Pferde liegen (NG 13/81), stellen sich dem Wind entgegen (NG 15/81), blicken um sich (B I 430), galoppieren (NG 17/81) oder bäumen sich auf (NG 19/81). Dieses Bewegen wird gleichgesetzt mit Lebensfreude, Temperament und Übermut, dem die Künstlerin in über vierzig unterschiedlichen Pferdetypen Ausdruck verliehen hat. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz