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Weiße Rosen

Ident. Nr.: NG 75/81

ObjID: obj:961214

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Augusta von Zitzewitz (1880 - 1960),
Künstler*in
Datierung
um 1950
Weitere Titel
Sammlungstitel: Weiße Rosen
Übersetzung: White Roses
Provenienz
Renée Sintenis, Berlin,
391020
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Öl auf Pappe
Abmessungen
Höhe x Breite: 41 x 22,5 cm
Erwerbung
1981 Schenkung Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Von Zitzewitz malte oft Blumensträuße, sowohl als alleiniges Motiv wie auch in Verbindung mit anderen Gegenständen. Zur Zierde von Interieurs oder als dekoratives Element in Bildnissen, etwa ihrer Tochter, diente der Künstlerin dieses Sujet, mit dem sie ihre Vorliebe für leuchtende Farbklänge zum Ausdruck brachte (vgl. „Bildnis der Tochter“, 1927; Nationalgalerie, A II 764). Das Werk „Weiße Rosen“ befand sich im Besitz der Berliner Bildhauerin Renée Sintenis (zahlreiche Werke in der Nationalgalerie), mit der von Zitzewitz gut bekannt war und deren Porträt sie 1950 malte (Stiftung Stadtmuseum Berlin). Möglichweise entstand das vorliegende Gemälde im selben Zeitraum. Stilistisch ähneln die vor dunklem Hintergrund in einer schlichten Glasvase stehenden Rosen einem Blumenstillleben von 1954 mit vergleichbarem Kolorit und Pinselduktus (Berlinische Galerie). | Birgit Verwiebe

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz