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Komposition

Ident. Nr.: B 358

ObjID: obj:961280

1958 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Fernand Léger (1881 - 1955),
Künstler*in
Datierung
1920
Weitere Titel
Sammlungstitel: Komposition
Übersetzung: Composition
Provenienz
Maurice Raynal, Paris,
1920 - max. 1954
Juliette Cramer, Paris,
wohl 1954 - 1956
Kunsthandlung Walter Feilchenfeldt, Zürich,
1956–1958
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1958–1968
Material / Technik
Öl auf Pappe
Abmessungen
Höhe x Breite: 38,5 x 31,5 cm
Erwerbung
1958 Ankauf von der Kunsthandlung Walter Feilchenfeldt, Zürich, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Der als Architekturzeichner ausgebildete Léger lernte 1907 die Werke von Paul Cézanne, Pablo Picasso und Georges Braque kennen. In Auseinandersetzung mit dem Kubismus entwickelte er sein eigenes bildnerisches Vokabular. Dieses ist geprägt durch die häufige Verwendung zylindrischer Formen, was den konservativen Kunstkritiker Louis Vauxcelles 1911 dazu veranlasste, Léger als „Tubisten“ zu verspotten. Der Maler selbst bezeichnete seinen Stil 1913 als „konzeptionellen Realismus“ (Fernand Léger, Was stellt das dar?, zit. nach Fernand Léger, 1881–1955, Ausst.-Kat., Berlin [West], 1980, S. 50–63). Das Erleben der Kriegsmaschinerie im Ersten Weltkrieg bestärkte Léger darin, die Welt als industriell geprägt und die Menschen als gesichtslose Automaten wiederzugeben. Seine kleine, 1920 entstandene „Komposition“ wird dieser „mechanischen Periode“ des Künstlers zugerechnet. Die motivischen Elemente wie Mast, Flagge, Strickleiter oder das gebogene Lüftungsrohr entstammen der Schiffsarchitektur. Ihre Flächenhaftigkeit und die kräftigen Farben lassen den starken Einfluss durch Robert Delaunay erkennen. Auf der Rückseite ist das Gemälde dem befreundeten Kunstschriftsteller Maurice Raynal gewidmet. Dieser verkehrte in der Pariser Künstlerkolonie La Ruche, in der neben Léger auch Alexander Archipenko, Ossip Zadkine und andere ihre Wohnateliers hatten. 1921 veröffentlichte Raynal einen Aufsatz über Léger in der von Le Corbusier mitgegründeten Avantgarde-Zeitschrift „L’Esprit nouveau“ (Nr. 4, 15.1.1921, S. 426–442), 1922 folgte ein Buch über den Künstler. | Dieter Scholz

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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