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Landschaft im Mondschein

Ident. Nr.: A III 809

ObjID: obj:961326

Details (Expert)

Beteiligte
Louis Douzette (1834 - 1924),
Maler*in
Datierung
um 1900
Provenienz
Wilhelm Schüphaus, Neubeckum,
368204
Übereignung: Dresdner Bank, Filiale Beckum,
bis 15. August 1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
15. August 1935
Überweisung: Nationalgalerie,
seit 15. August 1935
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 38 x 57,5 cm
Erwerbung
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Wilhelm Schüphaus, Neubeckum.

Objektbeschreibung

Der aus Vorpommern stammende, bei dem Berliner Marinemaler Hermann Eschke ausgebildete Louis Douzette wandte sich früh wie dieser dem Motiv der Seelandschaft zu. Unter dem Einfluß der Malerschule von Barbizon, deren Werke er während der Parisreise von 1878 gut studieren konnte, zeichnen sich die meist kleinformatigen Werke durch eine besondere Stimmungshaftigkeit aus. Außerordentlich häufig spürte Douzette dem Widerschein des Mondes und der Wolken auf dem Wasser nach. Im Vergleich zu den Bildern seines Lehrers Eschke sind Douzettes Werke meist kleinformatiger und sie wirken intimer. Während des Sommeraufenthaltes von 1894 in Prerow auf dem Darß beschloß Douzette, endgültig nach Pommern zurückzukehren. Bereits 1895 übersiedelte er nach Barth am Barther Bodden. 1896 wurde ihm der Professorentitel der Berliner Akademie der Künste verliehen. Am neuen Wirkungsort wurde die abendliche, von Barth gut zu erreichende Küste bei Prerow, oft mit heimkehrenden Booten und Fischern, eines der Hauptmotive für Douzette. Dieser Küstenabschnitt mag auch hier dargestellt sein. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Gänsegeier

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An der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl Janssen geschult spezialisierte sich Pallenberg auf Tierdarstellungen. Obwohl er in seiner detailreichen Gestaltung einer weitestgehend konventionellen Formensprache gefolgt ist, enthält die Skulptur „Gänsegeier“ durch ihre polychrome Ausgestaltung ein modernes Moment. Der Bildhauer kombinierte die natürliche Färbung des grau geäderten Marmors mit rot-bräunlich lasierten Partien am Fels sowie eingesetzten Glasaugen und getönten Krallen. Eine Fehlstelle am Schnabel und Bohrungen auf der rechten Seite des Felsens deuten ebenso auf heute verlorene Materialergänzungen hin. 1918 wurde Pallenbergs Schaffen auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“, die in jenem Kriegsjahr in Düsseldorf stattfand, mit über sechzig Tierplastiken gewürdigt, doch schon damals bemängelten Kritiker seine Formauffassung: „Pallenberg […] wirkt sympathisch durch seine anspruchslose Freude an Form und Bewegung meist exotischen Getiers. Leider bleibt er in der Auffassung der Form etwas kleinlich, gibt mehr Oberflächenplastik mit einem zu liebevollen Eingehen auf jede Einzelheit der zufälligen Erscheinung, da doch gerade das Typische der Tierform eine stilistisch größere Behandlung nahelegt. Nicht zufällig greift er meist zu kleinen Formaten“ (Adam Kuckhoff, Große Berliner Kunstausstellung Düsseldorf, in: Die Rheinlande, 28. Jg. [1918], H. 11/12, S. 222). Pallenberg baute sich für seine Studien eine beachtliche naturwissenschaftliche Sammlung auf und fertige neben freien Schöpfungen auch Rekonstruktionsmodelle urzeitlicher Tiere an. | Yvette Deseyve

Lautespielendes Mädchen

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Rebekka und Elieser am Brunnen

Rebekka und Elieser am Brunnen

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Die Eltern des Künstlers

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Mit der romantischen Rückbesinnung auf Traditionen der altdeutschen und altitalienischen Malerei wurden zugleich Bildtypen und Ornamentformen revitalisiert, die am Ausgang des Mittelalters und der frühen Neuzeit die künstlerische Gestaltgebung bestimmt hatten. Dazu gehören das Tondo ebenso wie die Schmuckform der Arabeske. Schon Philipp Otto Runge hatte wieder auf eine die Bildaussage vertiefende Allegorisierung mittels arabeskem Rahmenornament zurückgegriffen. Für das Doppelbildnis seiner Eltern, des kurpfälzischen Amtmanns Franz Anton Peter Begasse (1764–1842) und dessen Ehefrau, Susanne Henriette, geborene Hofstadt (1769–1851), nutzte der noch ganz von nazarenischen Idealen durchdrungene Begas sowohl das Rahmenornament auf goldenem Grund als auch die Pathosformel strenger Profilbildnisse im Rund eines verdoppelten Tondos, dessen Ursprünge bis in die antike Medaillenkunst zurückreichen. Auf diese Weise gelingt es dem Künstler, das Elternpaar ins Ideale zu verklären, ohne dabei auf die sachliche Beobachtung der Details mit all ihren stofflichen Reizen und auf eine liebevolle Erfassung ihrer individuellen, vom Alter gezeichneten Gesichtszüge verzichten zu müssen. Die plastisch herausmodellierten Köpfe, die vor dunklem Grund einander gegenübergestellt sind, werden durch die allegorischen Anspielungen auf der Rahmenleiste miteinander in Verbindung gebracht: Oben in der Mitte sind es die Genien des häuslichen Fleißes und der Gerechtigkeit, die ausgestattet mit den Attributen Spinnrocken und Blütenkranz bzw. Waagschale auf die Wirkungsbereiche der Mutter im Hause und des Vaters im Amte verweisen. Auch die anderen Symbolfiguren beziehen sich auf Charakterzüge der Eltern: Links neben der Mutter sind es das Lamm als Zeichen christlicher Demut sowie der Bienenkorb und das Eichhörnchen als Metaphern des Fleißes und der häuslichen Fürsorge, während der sich seinen Jungen opfernde Pelikan und der Hund, als Zeichen der Opferbereitschaft und Treue, dem Vater zugeordnet sind. Das auf einem festen Fundament ruhende Genienpaar unten in der Mitte versteht sich hingegen als eine allgemeine Allegorie der Ehe. – Beim Berliner Bild handelt es sich um eine Replik nach dem Original im Wallraf-Richartz-Museum zu Köln. | Gerd-Helge Vogel