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Schlafendes Zebukalb

Ident. Nr.: NG 37/81

ObjID: obj:961536

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1924
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schlafendes Zebukalb
Übersetzung: Sleeping Zebu Calf
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
1965
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 3 x 9,5 x 4 cm
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Der Berliner Zoo bot Sintenis für ihre Tierstudien einen willkommenen „Anschauungsunterricht“. Elefanten, Zebus (NG 37/81), Lamas, Gazellen, Steinböcke (NG 40/81) oder Bären waren beliebte Motive. Glaubt man den Überlieferungen, so verbrachte sie viele Stunden in dem 1844 gegründeten Zoo, um die Tiere zu beobachten. Dort fertigte sie Fotos und Skizzen an, um später Bewegungsabläufe und Haltungen der Tiere nachbilden zu können. Die Studien dienten ihr jedoch nicht zur Vorbereitung konkreter Plastiken. Diese entwickelte Sintenis in ihrer Atelierwohnung aus der Erinnerung heraus direkt am Modell, welches sie mithilfe eines Drahtgestells in Wachs oder Gips fertigte. Sie dienten als Gussmodelle für die späteren Bronzen. Die Nationalgalerie besitzt eine große Anzahl an Gussmodellen in Gips und Bronze aus dem Nachlass der Künstlerin. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz