Torso Her
Ident. Nr.: NG 1/70
ObjID: obj:961668
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1961 (Guss 1969)
- Material / Technik
- Aluminium
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 40 x 105 x 56 cm
- Erwerbung
- 1970 Ankauf vom Künstler aus Spendenmitteln der Deutschen Bank AG
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961668
Objektbeschreibung
Der Name des spanischen Bildhauers Berrocal ist untrennbar mit zerlegbaren plastischen Werken verbunden. Dabei hatte er in Madrid zunächst Kurse in Mathematik belegt und Architektur studiert sowie eine Karriere als Maler verfolgt. Mit drei Landschaftszeichnungen war er – noch unter dem väterlichen Namen Miguel Ortiz – 1954 auf der „27. Biennale di Venezia“ vertreten. 1955 entstanden die ersten aus Eisen geschmiedeten und geschweißten Kleinplastiken. Diese waren in linearen Formen gehalten. Einzelne Werke waren bereits modular angelegt oder konnten verschieden aufgestellt werden. Der entscheidende Schritt erfolgte während Berrocals zweitem Aufenthalt in Rom 1959. Dort nahm er Bezug auf Formen der Antike, wie Torso oder Sarkophag. Der „Große Torso“ (WVZ Berrocal 31) war das erste zerlegbare Werk. „Torso Her“ entstand 1961 in Crespières bei Paris und trägt die Werknummer 38. Das Original bestand aus Holz und Gips. Im Wachsausschmelzverfahren wurden 1969 vier Güsse in Aluminium hergestellt. Durch den leicht diagonal geneigten Rumpf sowie die unterschiedliche Größe und Ausrichtung der Schulter- und Armpartien besitzt dieser Torso eine hohe Dynamik. Der Brustbereich mit seinen an innere Organe erinnernden Applikationen lässt sich abnehmen. Von prägendem Einfluss für diese Erfindung dürfte Berrocals Vater gewesen sein, ein Arzt, der seinen Sohn bereits früh zur Autopsie von Leichen mitnahm, um bei ihm das Interesse für die Medizin zu wecken. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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