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8013

Ident. Nr.: FNG 14/82

ObjID: obj:961785

Schenkung des Künstlers an die Freunde der Nationalgalerie
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Frank Badur (1944 ),
Künstler*in
Datierung
1980
Material / Technik
Acryl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 180,5 x 180,5 cm
Erwerbung
1982 Schenkung des Künstlers an den Verein der Freunde der Nationalgalerie (Hommage à Barnett Newman)

Objektbeschreibung

Badur studierte von 1963 bis 1969 bei Hermann Bachmann an der Hochschule für die Bildenden Künste in West-Berlin. 1974 war er Gründungsmitglied der Künstlergruppe Systhema, die konzeptionelle und konkrete Kunst schuf. Badur benutzt in seinen Werken ein reduziertes Formen- und Farbensprache aus schlichten Geometrien, wie Linien, Quadraten oder Rastern und klaren Farbzusammenstellungen. In den ersten Jahren seiner künstlerischen Laufbahn bevorzugte Badur quadratische Leinwände und malte fast ausschließlich vertikale Farbblöcke, so auch bei „8013“. Sowohl das gleichseitige Format der Leinwand als auch das Spiel mit der Farbwahrnehmung erinnern an Josef Albers’ „Homage to the Square“ (NG 45/80, NG 46/80, NG 47/80, NG 7/78). Diesen gegenüber sind Badurs Werke reduzierter, die visuellen Elemente noch einfacher. Wo Albers mit der Andeutung von Tiefe oder Überlagerung arbeitet, erzeugt Badur durch die vertikalen Segmente eine rhythmische Wirkung. Aus der Nähe betrachtet, ist die dunklere Farbe der vier dünneren Streifen kein Schwarz, sondern enthält rotbraune Töne, die je nach Blickwinkel changieren. Bei größerem Abstand füllen die Farben die Flächen sehr gleichmäßig aus, und der Blick verliert sich im Übergang zwischen Blau und fast Schwarz. 1980 hielt sich Badur mit einem Stipendium im ländlichen East Chatham auf, etwa 200 km von Manhattan entfernt noch im Bundesstaat New York. Dort lebte er bei George Rickey, mit dem er seit der Gründung der Systhema in Verbindung stand. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz