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Die Malmaschine (Arie in Schwarz)

Ident. Nr.: FNG 93/03

ObjID: obj:961796

2003 erworben durch die Freunde der Nationalgalerie
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Rebecca Horn (1944 - 2024),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1991
Systematik/Art
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
2003
Abmessungen
Installationsmaß: ca. 400 x 120 x 950 cm
Erwerbung
2003 Ankauf von der Künstlerin, Berlin, durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie

Objektbeschreibung

Die ab 1986 entstandene automatisierte Malmaschinen sind eine konsequente Fortführung der Körpererweiterungen, die Horn in den 1970er-Jahren schuf. Unter Mitwirkung des Zufalls spritzen die programmierten Maschinen mit Düsen flüssige Farbe auf Wände und Objekte. Mit diesen Malmaschinen lotete die Künstlerin das Verhältnis von Körper, Psyche und Geschlecht neu aus. So hinterfragte sie in ihrer „Arie in Schwarz“ untertitelten Malmaschine von 1991 den patriarchal geprägten Mythos des Künstler-Genies, indem sie ein abstraktes Wandgemälde von einer Maschine erstellen ließ. Schwarze Tinte wird einmalig mithilfe einer Spritzdüse, die sich aus einem Glastrichter speist, in gestischen Bahnen auf die Wand gesprüht. Die dann immer wieder aktivierbare Bewegung der Sprüh-Apparatur erzählt von diesem Herstellungsprozess. Flüssigkeiten und Färbevorgänge – hier schwarze Tinte sowie eine champagnerfarbene Flüssigkeit in zwei Trichtern – verweisen in Horns Werk auf biologische Kreisläufe und auf zwischenmenschliche Dynamik. Neben Surrealismus und Arte Povera bezog sich Horn häufig auf die Alchemie, einen naturphilosophischen Ansatz, der sich mit der Bedeutung und Umwandlung von Stoffen befasst. So könnte etwa die schwarze Farbe auf den dunklen Gallensaft der Melancholie verweisen, der traditionell gerne Kunstschaffenden zugeordnet wird. Unter dem Titel „Les Amants“ entstand im gleichen Jahr eine nahezu identische Malmaschine, die sich heute in der National Gallery of Australia in Canberra befindet. | Uta Caspary

Letzte Aktualisierung: 14.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

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Deutsches Notstandsschwein

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