Der Sämann
Ident. Nr.: B I 689
ObjID: obj:961834
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1896 (Guss wohl 1. Drittel 20. Jh.)
- Provenienz
- Kauf: Dr. Otto Krebs, Holzdorf bei Weimar,
1941Nachlass/Vermächtnis: Stiftung für Krebs- und Scharlachforschung als Haupterbin von Otto Krebs,
1941Beschlagnahmung: Beschlagnahmung des Gutes Holzdorf durch sowjetische Besatzungsmacht,
1945Überweisung: Überführung in die Nationalgalerie, Berlin,
1953Restitution,
2008Kauf: Nationalgalerie,
2010 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 240 x 98 x 95 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961834
Objektbeschreibung
In der Gestalt des Sämanns klingen die für Meunier typischen Arbeitsdarstellungen und das Projekt eines Denkmals der Arbeit an. Dies verknüpft sich aber - insbesondere angesichts einer geplanten Pendantbildung mit einer Figur "Juni" - mit der herkömmlichen Jahreszeiten-Thematik, denn der Sämann steht in diesem Falle für das Frühjahr. Mit ausholend-aussäender Geste, die man wenig früher auch im Oeuvre Vincent van Goghs findet, wirft der Landmann sein Korn in den Acker. Man muß freilich in der Deutung nicht dabei stehenbleiben, dies für eine pure Arbeitsdarstellung zu halten: Zugleich läßt diese Tätigkeit den ewigen Erneuerungszyklus der Natur ebenso anklingen wie den Nutzen, den der Mensch aus der Kraft der Natur und ihrer Unterwerfung zu ziehen vermag. In abgewandelter Fassung sollte die Figur zum Bestandteil des großangelegten Denkmals der Arbeit werden, an dem Meunier das letzte Lebensjahrzehnt arbeitete. Dort sollte es sich einfügen in den plastisch-architektonischen Hymnus auf die Schaffenskräfte des Menschen. Eine kleinformatige Fassung wird auf 1892 datiert (Höhe 57 cm, Musée Constantin Meunier, Brüssel), die große neuerdings gelegentlich auf die Zeit nach 1900. | Bernhard Maaz
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Alte Nationalgalerie
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