Pantherkatze
Ident. Nr.: B I 647
ObjID: obj:962074
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1953
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: PantherkatzeÜbersetzung: Panther
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Kauf: Staatliche Kommission für Kunstangelegenheiten,
1953–1953 - Material / Technik
- Granit (belgisch)
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 82 x 125 x 60 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962074
Objektbeschreibung
Drakes Popularität in Ostdeutschland ab den 1950er-Jahren beruht vorrangig auf seinen Tierplastiken. Aus dem ländlichen Westfalen stammend, hatte Drake als Student der Akademie für Kunstgewerbe in Dresden in den späten 1920er-Jahren im dortigen Zoo insbesondere Tiere aus fernen Ländern studiert. Die „Pantherkatze“ aus belgischem Granit ist seine erste nur nach einer etwa faustgroßen Tonskizze direkt aus dem Stein gehauene Skulptur. Sie ist ein herausragendes Beispiel für seine Fähigkeit, charakteristische Merkmale einer Tierart einzufangen. Im Unterschied zu seiner spannungsgeladenen Bronze „Jaguar“ von 1928 in der Sammlung der Nationalgalerie (B III 234) hat Drake der „Pantherkatze“ einen gemäßigten, massigen Ausdruck verliehen. Der schwere, muskulöse Körper des Panthers erhebt sich kaum vom Boden. Das Tier ist in geducktem, schleichendem Raubtiergang dargestellt. Getragen von kräftigen Tatzen und stark angewinkelten Hinterbeinen, wendet es seinen Kopf vollständig nach rechts hinten. Detailreich, knochig ist der große Kopf ausgebildet, mit flach anliegenden Ohren und einem aufmerksam spähenden Ausdruck. Der kräftig geschwungene Schwanz korrespondiert mit der Ausrichtung des Kopfes, indem er auf derselben Seite bis auf den Sockel geführt wird. Schwanz und Bauchunterseite bilden mit der Plinthe eine Einheit, ausgeführt in derselben gröberen Meißelführung. 1993, ein Jahr vor seinem Tod, ließ Drake zwei Bronzegüsse von dem Bildwerk anfertigen. Ein Guss wurde in Alt-Köpenick (Berlin), im Luisenhain am Ufer der Dahme, aufgestellt. Der andere steht vor dem Naturkunde-Trakt des Lippischen Landesmuseums in Detmold, wo Drake eine Lehre als Holzschnitzer gemacht hatte. | Uta Caspary
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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