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Der Dom zu Magdeburg

Ident. Nr.: A II 324

ObjID: obj:962289

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Adolf Seehaus (1891 - 1919),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1918
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der Dom zu Magdeburg
Übersetzung: Magdeburg Cathedral
Provenienz
Kauf: Carl Gebühr, Godesberg,
1920
Tausch: Nationalgalerie, Berlin (Kronprinzen-Palais),
1920–7.7.1937
Deutsches Reich / Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Berlin,
7.7.1937–16.7.1940
Kommission: Buch- und Kunsthandlung Karl Buchholz, Berlin,
24.11.1938–18.1.1939
Tausch: Bernhard A. Böhmer, Güstrow,
16.7. 1940 - xx
Material / Technik
Öl auf Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: 45 x 54 cm
Erwerbung
1920 Ankauf aus der Sammlung Carl Gebühr, Godesberg. 1937 als "entartet" beschlagnahmt. 1960 Rückerwerb

Objektbeschreibung

Der aus Bonn stammende Seehaus gehörte zum Kreis der Rheinischen Expressionisten um August Macke, dessen einziger Schüler er zwischen 1911 und 1914 war. Erstmals öffentlich in Erscheinung trat Seehaus im Sommer 1913, als er – gemeinsam mit Heinrich Campendonk, Max Ernst, Carlo Mense, Olga Oppenheimer, Heinrich Nauen und anderen – an der von Macke organisierten „Ausstellung Rheinischer Expressionisten“ in Bonn teilnahm. Im selben Jahr waren Arbeiten von ihm unter dem Pseudonym Barnett auf dem „Ersten Deutschen Herbstsalon“ in der Berliner Sturm-Galerie zu sehen. Aufgrund seines frühen Todes im Alter von 27 Jahren hinterließ der Künstler nur ein schmales Œuvre, in dem er die Malerei des Expressionismus mit einer kubistischen Bildordnung verband. Das Gemälde „Der Dom zu Magdeburg“ ist in der letzten Schaffensphase entstanden. Es weist Analogien zu Robert Delaunays Orphismus auf: Das eigentlich graue monumentale Bauwerk erscheint als gewinkeltes, kristallines Flächengefüge in facettierten, leuchtend hellen Farben. Während die Anlage der Kirchenarchitektur und der umliegenden Gebäude auf eine räumliche Darstellung zielt, wirkt der vordere untere Bildteil mit den prismatisch gebrochenen Farbfeldern weitgehend a-perspektivisch. Nationalgalerie-Direktor Ludwig Justi erwarb das Gemälde bereits 1920 im Tausch für die Neue Abteilung im Kronprinzen-Palais, in der er 1926 eine Seehaus-Einzelausstellung ausrichtete. 1937 wurde „Der Dom zu Magdeburg“ als „entartet“ beschlagnahmt. Die Nationalgalerie (West) kaufte das Werk 1960 zurück. | Irina Hiebert Grun

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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