Logo

General Schlieffen

Ident. Nr.: B I 336

ObjID: obj:962338

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Fritz Klimsch (1870 - 1960),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1908
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
bis 1915
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 62 x 29 x 32 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1915 Ankauf vom Künstler

Objektbeschreibung

Alfred Graf von Schlieffen (1833–1913) wurde 1891 Chef des Generalstabs der obersten militärischen Führung des deutschen Kaiserreichs. Kurz vor seinem Ruhestand, 1905, legte er eine Denkschrift für einen Zweifrontenkrieg gegen Russland und Frankreich vor, den sogenannten Schlieffen-Plan, der im Ersten Weltkrieg verheerende Folgen hatte. Den wilhelminischen Expansionsdrang stützend war Schlieffen 1904 auch ein Fürsprecher der blutigen Niederschlagung des Aufstandes von Herero und Nama und damit des Völkermords in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia). Neben dem damals hochanerkannten General hat Klimsch mehrere Offiziere und führende Politiker porträtiert. Die vorliegende Büste entstand auf Initiative des Bildhauers selbst, dessen Wunsch, Schlieffen darzustellen, dank gemeinsamer Bekannter zu einer persönlichen Begegnung geführt hatte. Der Künstler, der den General als „große, hagere, sehr elegante Erscheinung“ beschrieb (Fritz Klimsch, Erinnerungen und Gedanken eines Bildhauers, Berlin [West] 1952, S. 70), hat diesen gealtert, ohne Uniform oder Orden wiedergegeben. Die Büste wurde als repräsentatives Porträt und Andenken an einen lange Zeit als „groß“ bewerteten Strategen bis in die 1950er-Jahre äußerst positiv rezipiert. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

Weitere Objekte aus den Sammlungen