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Der auferstandene Christus

Ident. Nr.: A I 451

ObjID: obj:962449

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Deger (1809 - 1885),
Maler*in
Datierung
um 1845
Provenienz
Ehrenstiftsdame Mathilde von Waldenburg,
371822
Rudol Lepkes Kunstauktionshaus (Versteigerung des Nachlasses Waldenburg),
9.3.1886
Material / Technik
Öl auf Eschenholz
Abmessungen
Höhe x Breite: 217 x 108 cm
Erwerbung
1890 Ankauf aus der Versteigerung des Nachlasses der Ehrenstiftsdame Mathilde von Waldenburg bei Rudolph Lepke, Berlin

Objektbeschreibung

Das Werk steht in enger Beziehung zu Degers Arbeit an den Fresken der Kirche Sankt Apollinaris in Remagen. Die nachträgliche Verbreiterung des Spitzbogens – am Farbansatz deutlich erkennbar – läßt eine Entstehung vor dem Fresko an der Nordwand des Altarraumes vermuten. Durch Vermittlung ihres Lehrers Wilhelm Schadow erhielten Deger, Franz Ittenbach, Andreas und Carl Müller – die ›Düsseldorfer Nazarener‹ – 1837 von Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim den Auftrag, die Apollinariskirche in Remagen mit Fresken zu schmücken. Die vier Künstler bereiteten sich in Italien durch das intensive Studium alter christlicher Kunst, vor allem der italienischen Frührenaissance, und später durch oft diskutierte Entwürfe langwierig auf ihre Aufgabe vor.
Deger hatte bereits 1834 für die evangelische Kirche in Arnsberg eine »Auferstehung« gemalt (heute noch am Ort); 1836 stellte er eine Tuschzeichnung zu einer Himmelfahrt aus, deren Christusfigur jener der »Auferstehung« für Remagen sehr ähnlich war (vgl. L. Koller, Das Ideal der Nazarener in seiner Gestaltung durch die Meister der Apollinariskirche, Düsseldorf 1935, S. 51). Die Kompositionsskizze für das Fresko in Remagen fußt auf diesen Vorarbeiten, ist aber doch reicher.
Am 29. Juli 1839 schrieb Deger aus Siena an Wilhelm Schadow: »Bis jetzt habe ich drei Compositionen vollendet, mit aller Mühe, nachdem ich oftmals die Sache durchdacht, besprochen, verändert, endlich, soviel es in meinen Kräften gelegen hat, vollendet, habe ich in Form, Farbe und Ausdruck es soweit durchgebildet, daß mir nachher nur noch das Studium der Natur nötig wird« (zit. nach: ebd., S. 52). Ab 1842 wieder in Deutschland, arbeiteten die Künstler im Winter in Düsseldorf an den Kartons und in den Sommermonaten an den Fresken; das der »Auferstehung« entstand 1846/47. 1853 war die Ausmalung der Kirche vollendet, 1857 wurde sie feierlich eingeweiht. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

E-Mail:

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Läuferin

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