Kanallandschaft bei Teltow
Ident. Nr.: A III 348
ObjID: obj:962670
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1911
- Provenienz
- Kauf: Schlesisches Museum der bildenden Künste, Breslau,
1919 - vor 1953Volksrepublik Polen,
1953Freundschaftsgeschenk der Volksrepublik Polen an die Regierung der DDR,
1953Schenkung: Ministerium für Kultur der DDR, Berlin,
1953–1954 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 73,5 x 99,5 cm
- Erwerbung
- 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962670
Objektbeschreibung
Dargestellt ist eine durch Industrie und Stadtnähe geprägte karge Landschaft, wiedergegeben in einer hellen, spröden Malweise. Der Teltowkanal war erst wenige Jahre zuvor, 1906, in Betrieb genommen worden, noch war das Umfeld nicht wieder bewachsen. Über die Brücke im Hintergrund führt der heutige Teltower Damm, dahinter erahnt man die Gebäude der Gemeinde Teltow. Derlei Motive entsprachen dem Lebensgefühl der jüngeren Generation in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, sie war des Ästhetizismus und der heiteren Motive des Impressionismus überdrüssig geworden. „Unter Van Goghs Führung erhebt sich eine neue Monumentalisierung des Schlichten, Häßlichen und Alltäglichen“, schrieb Richard Hamann in Bezug auf Rösler (Richard Hamann, Die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert, Leipzig/Berlin 1914, S. 355). Der Künstler, der ebenso wie sein Freund Max Beckmann innerhalb der Berliner Secession als vielversprechendes Talent galt, opponierte wie dieser in Haltung, Motivwahl und Malweise gegen die erstarrten Verhältnisse. Eine Lithografie von 1911 zeigt das gleiche Motiv. Sie wurde in Röslers im selben Jahr erschienene Mappe „Sechs Lithographien aus der Umgebung Berlins“ aufgenommen. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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