Concetto spaziale. Attesa
Ident. Nr.: B 1083
ObjID: obj:962825
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1965
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Concetto spaziale. AttesaRaumkonzept ErwartungÜbersetzung: Space Concept. Expectation
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 133 x 100 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962825
Objektbeschreibung
„Concetto spaziale. Attesa“ gehört zu einer umfangreichen Werkgruppe, an der Fontana von 1958 bis 1965 im Rahmen seiner langjährigen Erkundung des Raumes arbeitete. Diese Untersuchung, bekannt unter dem Begriff „Spazialismo“, markierte einen grundlegenden Wandel in seiner Kunst. Der Titel des Werkes lässt sich als „Raumkonzept. Erwartung“ oder „Raumkonzept. Hoffnung“ übersetzen. Fontana begann zunächst damit, Leinwände zu perforieren, bevor er später präzise Schnitte durch bemalte Flächen zog. Sein Ziel war es, den illusionistischen Raum der traditionellen Malerei durch den realen Raum der durchbrochenen Bildträger zu ersetzen. Die Werke dieser Serie unterscheiden sich in zwei Hauptaspekten: in der Anzahl und Größe der meist senkrechten Schnitte sowie in der Farbe und Technik der monochromen Oberflächen. Das hier besprochene Gemälde zeichnet sich durch einen einzelnen dynamischen Einschnitt durch einen erhabenen weißen Grund aus. Andere Werke weisen zehn oder mehr Schnitte auf, gelegentlich sogar über zwanzig. Die monochromen Oberflächen variieren farblich von rot über gelb, blau, grün, grau bis schwarz. Fontana führte die Schnitte stets mit chirurgischer Präzision mit einem Teppichmesser aus, während die Farbe noch feucht war, und formte die Einschnitte anschließend mit der Hand nach. Hinter den Schnitten befestigte er schwarze Gaze, um den Eindruck der Unendlichkeit zu verstärken. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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