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Sinnende

Ident. Nr.: B I 654

ObjID: obj:963200

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Drake (1903 - 1994),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1949
Weitere Titel
Sammlungstitel: Sinnende
Übersetzung: Woman Contemplating
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 165,5 x 42 x 48 cm
Erwerbung
1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin (Galerie des 20. Jahrhunderts)

Objektbeschreibung

Die 1949 geschaffene „Sinnende“, auch unter dem Titel „Junge Frau“ oder „Junges Weib“ geführt, ist neben dem „Jungen“ von 1936 (B I 702) die zweite Aktdarstellung von Drake in der Nationalgalerie-Sammlung. Das Werk gehörte 1951 zur Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin für die „Galerie des 20. Jahrhunderts“ (SMB-ZA, II A/NG 571). Weitere Güsse befinden sich in der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, beim Rat der Stadt Magdeburg und im privaten Künstlernachlass. In frontaler Ausrichtung steht die lebensgroß dargestellte junge Frau mit geschlossenen Beinen da, ihr leicht gesenkter Kopf lässt sie introvertiert erscheinen.  Die rechte Hand berührt das linke Schlüsselbein, die linke Hand den Kopf, wie um die Haare zurückzustreichen. Rumpf und Beine zeigen keine auffällige Bewegung, nur die Hüfte ist fast unmerklich verschoben. Allein der in spitzem Winkel vorragende Ellenbogen bricht aus der Geschlossenheit der glatten Formenkontur aus. Die für Drakes Menschenbildnisse typische Einfachheit, Harmonie und tektonische Klarheit schließen an die griechische Antike und insbesondere deren bildhauerische Fortführung bei Adolf von Hildebrand an. Drake ging es jedoch im Gegensatz zu Hildebrand, der die ideale Darstellung und Typisierung anstrebte, um Vitalität und Individualität. Wilhelm Lehmbrucks Menschenbildnisse waren ihm ebenso ein Vorbild wie ihn Maillols Skulpturen mit ihrer kubischen Geschlossenheit beeindruckten. | Uta Caspary

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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