Stahlplastik (schwebend)
Ident. Nr.: B 177
ObjID: obj:963203
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1956
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Stahlplastik (schwebend)Übersetzung: Steel Sculpture (Floating)
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 54,2 x 70,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963203
Objektbeschreibung
Uhlmann gehört zu den wichtigsten Repräsentanten einer abstrakten Bildhauerei nach 1945 in der Bundesrepublik. Unter den Nationalsozialisten verfolgt und für zwei Jahre inhaftiert, erlangte er nach Kriegsende als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (heute Universität der Künste) öffentliche Anerkennung. Arbeitete er nach 1945 zunächst in vollplastischen, figurativen Werken und Drahtplastiken, so wurde sein Œuvre im Laufe der 1950er-Jahre zunehmend abstrakt-geometrisch. Wichtiges Thema seiner skulpturalen Formfindungen waren die Darstellung von Bewegung und die Überwindung der Materie. Als ausgebildeter Architekt beherrschte er die Lösung statischer Phänomene mit ihren besonderen Herausforderungen der Bemessung – Erkenntnisse, die er auch für sein künstlerisches Werk nutzen konnte. Die „Stahlplastik (schwebend)“, eine von nur zwei hängenden Skulpturen des Künstlers, scheint sich der Schwerkraft zu widersetzen und thematisiert damit einen insbesondere für Skulpturen aus Stahl so zentralen Aspekt. Auch in der Materialität hatte Uhlmann zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Plastik eine deutliche Veränderung gegenüber der unmittelbaren Nachkriegszeit vollzogen: Anstelle von filigranem Draht, Ton und Gips arbeitete er nun ausschließlich mit Metall und verwendete Vierkantstäbe oder Stahlplatten. | Dorothea Schöne
Letzte Aktualisierung: 10.11.2025
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