Porträt eines Fischers
Ident. Nr.: A IV 3
ObjID: obj:963236
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1954
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt eines FischersÜbersetzung: Portrait of a Fisherman
- Material / Technik
- Öl auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 51 x 40 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963236
Objektbeschreibung
Im Jahr 1962 – Womacka war mit 37 Jahren nicht nur Liebling des Staates und der Kunstkritik der DDR, sondern auch beim Publikum populär – erwarb die Nationalgalerie drei seiner Werke direkt von ihm, darunter „Rübenhackerinnen“ von 1956 (A IV 7), das neben anderen Arbeiten seinen Ruhm begründet hatte. Zeitloser als jenes sozialistisch-realistische Brigadebild sind zwei frühere Arbeiten aus den 1950er-Jahren, die er am Bodden an der Ostsee gemalt hatte. Das komplexere der beiden zeigt einen kleinen impressionistischen Fischerhafen (A IV 8), zauberhaft bei Born am Darß gelegen, mit drei Booten, die am hölzernen Steg vertäut sind, während auf wackeligen Gestellen die Netze trocknen. Am Horizont ist, je nach Betrachtungsweise, eine Landbrücke oder die Brandung zu erkennen. Das andere Werk ist das „Porträt eines Fischers“ (A IV 3), der mit seinen leuchtenden, milden Augen und grauen Haaren, die Haut von der Witterung gezeichnet, ohne explizite Attribute des sozialistischen Kunstauftrags auskommt. Intuitiv mag man in ihm die entspannte Version von Ernest Hemingways altem Mann sehen, ohne dessen existenzielle Anstrengung und die Naturgewalt – das Meer ist flach wie eine Flunder. Zwei klassische Werke, die unaufgeregt einer großen Maltradition folgen, mit der charakteristischen Leichtigkeit, Qualität und Eigenständigkeit des Künstlers. | Sven Haase
Letzte Aktualisierung: 03.06.2026
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Neue Nationalgalerie
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