Herrenbildnis (Bildnis des Klosterschreiners Conrad Tischbein)
Ident. Nr.: A III 363
ObjID: obj:963290
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1775
- Provenienz
- Schlesisches Museum der bildenden Künste, Breslau,
368847Volksrepublik Polen,
1953Freundschaftsgeschenk der Volksrepublik Polen an die Regierung der DDR,
1953Schenkung: Ministerium für Kultur der DDR, Berlin,
1953–1954 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 45 x 37,5 cm
- Erwerbung
- 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963290
Objektbeschreibung
»Conrad Tischbein« besagt eine alte Pinselschrift auf der Leinwandrückseite dieses locker und routiniert gemalten Herrenporträts. Es dürfte damit weniger der Künstler als der Dargestellte bezeichnet sein: der im hessischen Haina tätige Klosterschreiner Conrad Tischbein (1712–1778), der älteste Sohn des Bäckers und Stammvaters Johann Heinrich Tischbein. Als Maler könnte Conrads Neffe Christian Wilhelm Tischbein (1751–1824) in Frage kommen, der aufgrund des frühen Tods der Eltern in Haina aufwuchs. Dies würde auch die Provenienz aus dem Schlesischen Museum der Bildenden Künste in Breslau erklären, worauf ein Etikett auf dem Keilrahmen hinweist. Der einzige Tischbein, der in das Sammelgebiet dieses Museums fällt, war Christian Wilhelm Tischbein, der als Porträt- und Landschaftsmaler später in Schlesien tätig war. In Breslau hielt er sich mehrfach auf, verheiratete sich dort und ließ sich später in Schmiedeberg in Schlesien nieder. Das Bildnis Conrad Tischbeins, das wie viele der Arbeiten Christian Wilhelm Tischbeins nicht signiert ist, dürfte in den 1770er Jahren entstanden sein. Es könnte aus Familienbesitz in die Breslauer Sammlung gelangt sein. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Alte Nationalgalerie
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