Bildnis Frau Volwahsen
Ident. Nr.: A IV 523
ObjID: obj:963340
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1946
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis Frau VolwahsenÜbersetzung: Portrait of Mrs. Volwahsen
- Provenienz
- Helene Lachnit, Dresden,
wahrscheinlich 1972 - 1985 - Material / Technik
- Öl auf Sperrholz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 100 x 60 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963340
Objektbeschreibung
Die Darstellung der Annemarie Volwahsen, geb. Rose (Lebensdaten unbekannt) schließt an Lachnits Bildnismalerei in den 1920er/30er Jahren an. Schon damals gehörten seine Werke zu der eher lyrischen Strömung der Neuen Sachlichkeit, und schon damals waren seine sinnenden Frauenbildnisse oft von Melancholie geprägt (vgl. „Müdes Mädchen“, 1932, A IV 263; „Der traurige Frühling“, 1933, A IV 223). Das konkrete Porträt der Frau Volwahsen nun ist verhaltener im Ausdruck und dezenter in der Farbgebung: Das dunkle Haar und das dunkle Kleid korrespondieren mit dem weinroten Umschlagtuch, dessen Farbe sich als Hintergrund des flachen Raumes wiederholt. Das drapierte Tuch bringt zugleich eine klassische, auch plastische Note in das Bild, es ist zudem Distanzformel und es erinnert wie die Haltung der Frau an das seinerzeit in Dresden präsente Vorbild Pablo Picassos. „Das verschlossen strenge und metallisch harte ‚Bildnis Frau Volwahsen‘ (1946), ein über das individuelle Porträt der Gattin des befreundeten Bildhauers Herbert Volwahsen hinausgehendes, ideales Bild sich bewahrender Menschlichkeit, zeigte Lachnit auf der ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden.“ (Friedegund Weidemann, in: Trotzdem Neuanfang. Zur Wiedereröffnung der Akademie der bildenden Künste Dresden, Dresden 1997, S. 206 f.) Lachnit lebte seit 1946 in Dresden-Loschwitz, Plattleite 18, das Ehepaar Volwahsen bewohnte das Seitengebäude. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 08.05.2026
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