Haus am Wannsee
Ident. Nr.: NG 39/62
ObjID: obj:963477
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1926
- Provenienz
- Galerie Änne Abels, Köln,
1962 - Material / Technik
- Öl auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 31,5 x 41 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963477
Objektbeschreibung
Von verschiedenen Standpunkten aus hat Liebermann den Blick vom Uferweg seines Gartengrundstücks auf den Wannsee mit seinen Segelbooten gemalt (vgl. NG 24/82). Eine ebenso große Bildgruppe gibt den Blick zurück, über die große Rasenfläche hin bis zur Villa oder die beiden den Rasen begrenzenden schnurgeraden Wege entlang. Und immer spielen auch hier die Birken eine wichtige kompositorische Rolle. Sie waren beim Kauf des Grundstücks bereits vorhanden, und entgegen seiner geometrisch-strengen Gartenplanung, die auch den Freiraum in erkennbare Räume unterteilt, beließ Liebermann jene Bäume an ihrem Ort, selbst wenn sie nun mitten auf dem Weg standen. Bei der vorliegenden Ansicht schaut man wie aus großer Distanz vom Ufer über den Rasen hinweg auf die Gartenseite der hier sehr entfernt scheinenden und geradezu herrschaftlich anmutenden Villa. Liebermann bezeichnete sein Landhaus mitunter als „Schloß am See“ (etwa in einem Brief an Franz Servaes vom 28.12.1910, Max Liebermann, Briefe, Band 4: 1907–1910, Baden-Baden 2014, S. 471). Der Traum von selbstbestimmter Freiheit fand in der Wortwahl wie in der dargestellten Weite seinen Ausdruck. Bildbeherrschend sind die durch Farbschlieren in Weiß, Braun und Grün eher angedeuteten denn ausgeführten Birken am rechten Bildrand, mit einer Korrespondenz an der linken Seite. Sie ragen mit ihren Stämmen bis an den oberen Rand des Bildgefüges, sodass nur in der Bildmitte über der Villa bis hin zum rechten Bildrand der hell leuchtende Himmel bildwirksam wird. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 27.04.2026
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a