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Die Idee

Ident. Nr.: B III 178

ObjID: obj:963622

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Karl-Heinz Appelt (20.7.1940 - 4.2013),
Künstler*in
Datierung
1976
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Idee
Übersetzung: The Idea
Material / Technik
Messing und Holz
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 57 x 23 x 25 cm
Erwerbung
1978 Ankauf vom Künstler aus der VIII. Kunstausstellung der DDR, Dresden, aus Mitteln des Kulturfonds der DDR

Objektbeschreibung

Vor dem Studium der Bildhauerei in Dresden hatte Appelt eine Lehre zum Steinmetz und Steinbildhauer absolviert. Als Bildhauer war er vor allem für die ausdrucksstarke Darstellung der menschlichen Form bekannt. Bei der „Idee“ verbildlichte der Künstler den Moment der Entstehung eines Gedankens, etwas per se Immaterielles. Die Lippen sind leicht geöffnet, alle Sinne scheinen offen für eine Eingebung. Aus dem geneigten Kopf wachsen oben und auf der Rückseite amorphe Rundungen. Die Messingoberfläche lässt die Plastik leuchten. Sehr eindrücklich ist ein Moment intensivsten inneren Geschehens festgehalten. Der Kopf steht auf einem schwarz gestrichenen Holzsockel, den Appelt selber dazu anfertigte. Die blockhaften Formen der vielen Elemente, die im rechten Winkel miteinander verbunden sind, kontrastieren die abgerundeten Gesichtszüge. Diese Arbeit wurde auf der „8. Kunstausstellung der DDR“ in Dresden angekauft (SMB-ZA, II A/NG 0278). | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz