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Die humanistische Kultur. Zyklus über die vier geistigen Kulturepochen für die Berliner Universitätsbibliothek

Ident. Nr.: A I 428

ObjID: obj:963736

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Knille (1832 - 1898),
Maler*in
Datierung
um 1887/1888
Systematik/Art
Provenienz
Kauf: preußisches Kultusminsiterium (Auftraggeber),
376808
Leihe: Königliche Universitätsbibliothek, Berlin,
1887/88 - 16.3.1889
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 153,5 x 558,5 cm
Erwerbung
1887/88 im Auftrag des preußischen Staates für die Königliche Universitätsbibliothek gemalt, 1889 nach Weisung des Kultusministeriums durch Repliken ersetzt und die Originale an die Nationalgalerie überwiesen

Objektbeschreibung

Vier friesartige, auf Goldgrund ausgeführte Wandgemälde schuf Otto Knille zwischen 1887 und 1888 für das Treppenhaus des damals geplanten Neubaus der Berliner Universitätsbibliothek. Sie stellen die Hauptepochen der geistigen Kultur dar: die antike, die mittelalterlich-scholastische, die humanistische und die moderne. Der Gedanke, diese ›Hauptepochen‹ der Kultur mit ihren wichtigsten Vertretern zu vergegenwärtigen, wurde in Berlin damals mehrfach aufgegriffen: am ehrgeizigsten mit Wilhelm von Kaulbachs Fresken im Neuen Museum, aber auch mit Otto Geyers kulturhistorischem Relieffries im Treppenhaus der Nationalgalerie. Das Reihungsprinzip und den Verzicht auf dramatische Motive hat Knille mit Geyer gemeinsam.
Für die Antike (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 426, Kriegsverlust) entwarf Knille eine Darstellung des klassischen Athens unter dem Motto ›griechische Jugenderziehung‹: Platon philosophiert hier mit seinen Schülern, Epheben üben sich in Gymnastik in der Palästra. Die scholastische Kultur des Mittelalters (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 427) ist sodann exemplifiziert an einer Disputation zwischen Thomas von Aquin (am Pult rechts) und Albertus Magnus (im Bischofsornat links sitzend) in Gegenwart Ludwigs des Heiligen (in der Mitte thronend); Handlungsort ist Paris. Die humanistische Kultur (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 428) wird nun in Wittenberg durch die Reformatoren verkörpert: Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Andreas Bodenstein (genannt Karlstadt), Martin Luther, Kurfürst Friedrich der Weise und Georg Spalatin. Die grüßenden Humanisten sind: Ulrich von Hutten, Crotus Rubeanus, Franz von Sickingen, Erasmus von Rotterdam und hinter diesem Helius Eobanus Hessus. Das vierte Wandbild (Nationalgalerie, Inv.-Nr. A I 429, Kriegsverlust) zeigte das moderne geistige Leben Weimars mit Johann Wolfgang von Goethe im Zentrum. | Claude Keisch

Letzte Aktualisierung: 28.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Tänzerin

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In der Ausstellung der Berliner Secession 1912 erzielte Kolbe seinen größten Erfolg: Er zeigte die Statue, die sein bekanntestes Werk werden sollte: die „Tänzerin“. Traditionell wird die Figur auf 1912 datiert; sie war jedoch schon 1911 in Arbeit. Nachdem die geplante Erwerbung durch das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt am Main gescheitert war, wurde in der Sachverständigenkommission der Nationalgalerie ein Ankauf erwogen. Benötigt wurde dafür die Zustimmung des Kaiserhauses. Ludwig Justi, der Direktor des Museums, argumentierte: „Die hier neu vorgeschlagene Figur der Tänzerin ist wohl das reizendste Werk, das Kolbe bisher gemacht hat. Prinz August Wilhelm meinte, daß S. M. gegen ihre Erwerbung nichts haben könne“ (Brief vom 8.8.1912, SMB-ZA, I/NG 465). Der Ankauf konnte 1912 getätigt werden; dabei wurde festgelegt, dass die Figur ein Unikat bleiben müsse. Sie wurde zu einem ikonischen Kunstwerk der Nationalgalerie. Die „Tänzerin“ erscheint auf den ersten Blick symmetrisch aufgebaut. Doch alle Körperteile sind leicht aus der geometrischen Anlage heraus verschoben und erwecken so den Eindruck von Lebendigkeit. Die Kunstkritik bejubelte „diesen in sanften Rhythmen schwebenden Jungmädchenkörper“ (Paul Westheim, in: Frankfurter Zeitung, 27.4.1912, Zeitungsausschnitt im Archiv Georg Kolbe Museum, Berlin). Verschiedene Legenden wurden über das Modell für die Statue erzählt; am überzeugendsten ist, dass es sich um Charlotte Kaprolat, die spätere Gattin von Max Pechstein, handelte. | Ursel Berger

Deutschordensritter als Krankenpfleger in Jerusalem

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Februarmorgen (Die Furt)

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Rückkehr von der Kirchweih

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