Stillleben mit Granatäpfeln
Ident. Nr.: NG 12/61
ObjID: obj:964070
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1925
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Stillleben mit GranatäpfelnÜbersetzung: Still Life with Pomegranates
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60 x 73 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/964070
Objektbeschreibung
Neben der Ausdrucksweise des Freundes und Lehrers Henri Matisse (vgl. „Stillleben“, A II 262) waren für Purrmann seit seinen Jahren in Paris die Werke von Paul Cézanne ein bewundertes Vorbild. Nach 1920 verstärkte sich dessen Einfluss. Purrmann legte seine Arbeiten nun wie Cézanne in Farben an, sodass sie in jedem Zustand eine Einheit bilden. Die beiden Schalen mit Granatäpfeln und grünen Feigen auf einer bläulichen Tischplatte, die ohne Bruch in andersfarbige Felder übergeht, sind in dünner, aquarellartiger Malerei wiedergegeben. Platte, Wand und die Volumina der Früchte hat der Künstler in ihrer Tonigkeit reich „moduliert“, wie ein Lieblingsbegriff Cézannes lautete. Purrmann hat sich Cézannes Werk auch schriftstellerisch zu nähern gesucht: „Ich möchte noch auf die große Freiheit hinweisen, mit der Cézanne in seinen Bildern die Perspektive behandelt, […] wenn es ihm nötig erscheint, werden Tischflächen seinem Schönheitsgefühl untergeordnet, hinten oft sogar breiter als in der Vorderansicht […]. Eine Naturerscheinung in ihrer Zufälligkeit oder Sonderbarkeit, oder auch eine zu starke Lokalfarbe, wie sie etwa eine Orange oder Zitrone aufweisen könnte, drückt er herab, um sie dem Gleichgewicht seiner Harmonien anzupassen“ (Hans Purrmann, Versuch über Cézanne, in: Barbara und Erhard Göpel [Hrsg.], Leben und Meinungen des Malers Hans Purrmann, Wiesbaden 1961, S. 140 f.). Die Wintermonate verlebte Purrmann Mitte der 1920er-Jahre in Rom. Und hier, in dem hellen Licht, entstanden mehrere Stillleben im Geiste Cézannes mit den Früchten der Region, ohne starke Kontraste und überaus reich moduliert. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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