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Flächenkonstruktion XXI, räumlich stabilisiert

Ident. Nr.: NG 31/78

ObjID: obj:965015

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Alf Lechner (1925 - 2017),
Künstler*in
Datierung
1976
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1978
Material / Technik
Stahl und Glas
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 160 x 160 x 220 cm
Erwerbung
1978 Ankauf vom Künstler

Objektbeschreibung

„Durch übersichtliche Anordnungen und materialbezogene Vorgänge wird Materie aufgelöst, verdichtet oder voll aktiviert.“ Das war das Credo Lechners, der den energetischen Ausdruck seiner Werke allein aus der konstruktiven Materialspannung heraus entwickelte. Ende der 1950er-Jahre begann der gelernte Schlosser erste Stahlskulpturen zu fertigen, die in ihrer radikalen Einfachheit der minimalistischen Kunst nahestehen. In der seit 1976 entstandenen Serie der „Stabilisierungen“ kontrastierte Lechner nicht nur Glas und Stahl, Transparenz und Festigkeit, sondern auch Quadrat und Dreieck. Aus geometrischer Gesetzmäßigkeit ließ er so den scheinbar freien Ausdruck des Erhabenen entstehen. | Fritz Jacobi

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz