Homage to the Square: Within a Thin Interval (#901)
Ident. Nr.: NG 47/80
ObjID: obj:965085
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1967
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Homage to the Square: Within a Thin Interval (#901)Hommage an das Quadrat: Innerhalb von einem schmalen Intervall (#901)
- Material / Technik
- Öl auf Masonit
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 121,9 x 121,9 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965085
Objektbeschreibung
Sehr systematisch angelegt ist die Werkgruppe „Hommage an das Quadrat“, in der sich Albers intensiv mit der Subjektivität der Farbwahrnehmung beschäftigte. Die Ausführungen „Untitled“ (NG 46/80) und „Within a Thin Interval“ (NG 47/80) haben gemeinsam, dass der Künstler darin die dunkelste Farbe für die kleinste Fläche im Vordergrund verwendete, die hellste für das Quadrat in der Mitte und einen Farbton dazwischen im größten Quadrat, das bis zum Bildrand reicht. Das Auge streift über die Abfolge dunkel-hell-dunkel, die immer wieder von außen nach innen und zurück führt. Diese Anordnung verhindert die Entstehung von Räumlichkeit, die Quadrate führen nicht in die Tiefe, sondern stehen im Gleichgewicht. Albers schreibt: „In der visuellen Wahrnehmung wird eine Farbe beinahe niemals als das gesehen, was sie wirklich ist, d. h. als das, was sie physikalisch ist. Dadurch wird die Farbe zu einem sehr bedingten, von vielen Faktoren abhängigen Mittel in der Kunst. Um die Farbe mit Erfolg zu gebrauchen, muß man berücksichtigen, daß Farbe fortwährend täuscht.“ (Josef Albers, Wechselwirkung der Farbe, Ulm, 1965) Albers spricht weiter von der Relativität und Instabilität der Farbe, die diese Gemälde auf den Punkt bringen. Eine Farbe wirkt je nach Kombination mit hellen oder dunklen Tönen verschieden, und auch, dass die Quadrate mal übereinanderzuliegen scheinen oder aber das zentrale womöglich nur farbig gerahmt ist, erzeugt Unsicherheit. Die titelgebende Inschrift „With a Thin Interval“ suggeriert, dass ein kleiner Zwischenraum besteht oder man sich auf einem schmalen Grat bewegt. Dies scheint sich auf den ausschlaggebenden mittleren, helleren Farbton zu beziehen: Wenn er sich ein wenig verschöbe, wäre der Unterschied in der Wirkung groß oder klein? Inwieweit kann der Künstler versuchen zu kontrollieren, was wir sehen? | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de