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Belgisches Pferd

Ident. Nr.: B II 212

ObjID: obj:965153

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Albert Hussmann (1874 - 1946),
Künstler*in
Datierung
um 1930
Weitere Titel
Sammlungstitel: Belgisches Pferd
Übersetzung: Belgian Horse
Provenienz
Alfred Neumann,
367770
Übereignung: Dresdner Bank, Filiale Frankfurt am Main,
15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
15.8.1935
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 40 x 13 x 50 cm
Erwerbung
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Alfred Neumann, Frankfurt am Main

Objektbeschreibung

Schon früh und erfolgreich hatte sich der Bildhauer Hussmann auf Tierdarstellungen spezialisiert, dabei vor allem auf Pferde- und Reiterstatuen. Das „Belgische Pferd“ stellt eine Besonderheit dar: Es ist nicht zum Reiten gedacht, sondern zum Arbeiten, ein Nutztier, welches aufgrund seiner Stärke zumeist als Zugpferd Einsatz in der Landwirtschaft fand. Die Bronzeskulptur entstand um 1930. Später wurde durch die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg eine Porzellanskulptur des Kaltbluthengstes „Gauherr“ gefertigt, die Parallelen mit dem früheren Werk aufweist. Der Stand ist identisch und auch der Kopf sehr ähnlich gestaltet, dabei vor allem die markante Äderung und die Stellung der Ohren. Allein der Kopf der Bronzestatue ist leicht nach rechts gedreht und der Schweif durch Bänder zusammengebunden, wohingegen er bei der Porzellanskulptur aufgestellt ist. | Johanna Yeats

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz