Arbeitermutter II
Ident. Nr.: B I 653
ObjID: obj:965239
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1937
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Arbeitermutter IIÜbersetzung: Working-Class Mother II
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
28.6.1949–1951 - Material / Technik
- Zement
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 52 x 23 x 25 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965239
Objektbeschreibung
In einfachem Gewand und mit langem Kopftuch sitzt die „Arbeitermutter“ mit ruhig in den Schoß gelegten Händen und ausdruckslosem Gesicht da. An ihren runden Formen und der gebeugten Körperhaltung wird Cremers Wahlverwandtschaft zu seinen großen Vorbildern Ernst Barlach und Käthe Kollwitz sichtbar (vgl. zum Beispiel Barlachs „Buchleser“, B 19, oder „Flötenbläser“, B III 52). Diese Skulptur gehört zur Werkgruppe der trauernden Frauen, die Cremers Schaffen vor 1945 geprägt hat. Gemäß seiner politischen Einstellung ist die Figur als Symbol der Arbeiterklasse, der trauernden Mütter von Kriegsgefallenen aus dem Ersten Weltkrieg und von Opfern des nationalsozialistischen Regimes zu verstehen. Allerdings kann die „Arbeitermutter“ nicht sogleich als solche identifiziert werden, und ihre Erscheinung lässt sich ikonografisch nicht eindeutig als Anklage und Warnung einordnen. Wie bei dem Relief „Trauernde Frauen (Gestapo)“ (B III 32) könnte sie auch in Bezug auf andere Verluste gedeutet werden, etwa die während des Ersten Weltkriegs, an die in der damaligen Denkmalkultur prominent erinnert wurde. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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