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Max Schmeling

Ident. Nr.: B I 592

ObjID: obj:965240

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Rudolf Belling (1886 - 1972),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1929
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1936
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 63,8 x 22,5 x 38,5 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1936 Ankauf vom Künstler

Objektbeschreibung

Belling übte zahlreiche Sportarten aus: Turniertanz, Tennis, Skifahren und Ringen. Ebenso wie sein Galerist, Alfred Flechtheim, schwärmte er für das Boxen, unter anderem für Max Schmeling (1905–2005), Europameister im Halbschwergewicht und Deutscher Meister im Schwergewicht. Dieser saß Belling 1929 Modell, und der Künstler formte eine Skizze des Kopfes. Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen des Boxers musste er sich jedoch für die Ausführung des Körpers mit einem Aktmodell begnügen. Das Gesicht blieb daher skizzenhaft, auch andere Partien erscheinen nicht voll ausgearbeitet, denn der Unterkörper wirkt von hinten unbekleidet. Schmeling wird als Dreiviertelfigur in dynamischer Kampfpose gezeigt, leicht geduckt und den Oberkörper nach vorn geneigt, das linke Bein und den rechten Arm vorgestreckt. Im Gegensatz zu dem 1927 gemalten Schmeling-Porträt von George Grosz (Axel Springer Verlag AG, Berlin) und Ernesto de Fioris Schmeling-Statuette von 1928 (B I 655) gibt Belling keine gespannt-lauernde Haltung wieder, sondern den aus der Grundstellung heraus erfolgenden Schlag. 1937 wurde die von der Nationalgalerie erworbene Figur in der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ im Münchner Haus der Deutschen Kunst gezeigt, während zeitgleich ebenfalls in München Bellings „Dreiklang“ (B I 449) und „Kopf in Messing“ (B I 480) als „entartet“ angeprangert wurden. Um diesen Widerspruch aufzulösen, entfernten die Nationalsozialisten Bellings Werke aus der Ausstellung „Entartete Kunst“. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bildhauer Deutschland bereits verlassen und lehrte an der Akademie der schönen Künste in Istanbul. | Dieter Scholz

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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