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Drei gestaffelte Figuren mit Schwarz

Ident. Nr.: A IV 217

ObjID: obj:965285

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Willi Baumeister (1889 - 1955),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1920
Weitere Titel
Sammlungstitel: Drei gestaffelte Figuren mit Schwarz
Übersetzung: Three Staggered Figures with Black
Provenienz
Dr. Fritz Salo Glaser, Dresden,
1956
Nachlass/Vermächtnis: Erna Glaser, Dresden,
1956–1968
Abmessungen
Höhe x Breite: 57,5 x 45 cm
Erwerbung
1968 Ankauf aus Privatbesitz, Dresden

Objektbeschreibung

Baumeisters Frühwerk umfasst im Stil des Impressionismus gemalte klassische Motive, wie Landschaften, Porträts, Badende oder den Maler mit seinem Modell. Als Meisterschüler bei Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie wandte er sich jedoch ab 1919 der Abstraktion zu, brach mit der Tradition des gerahmten Staffeleibildes und schuf architekturbezogene Werke, die er „Mauerbilder“ nannte. Dabei handelt es sich um konstruktivistisch angelegte, figürliche Kompositionen auf der Basis geometrischer Grundelemente, die der Künstler collagenartig zusammensetzte und mit farbigen Kontrasten versah. Durch den Einsatz von Papiermaché, Gips, Karton- und Holzteilen sowie Sand erzielte er plastisch hervortretende Strukturen, wodurch eine Spannung zwischen Glätte und Körnigkeit, Relief und Fläche entstand. Die Serie der „Gestaffelten Figuren“ ist eine Variante der „Mauerbilder“ mit sich überschneidenden, minimalistischen Formen. Diese erwecken den Anschein von menschlichen Gestalten, die jedoch ent-individualisiert, geschlechtsindifferent und statisch wirken. Während die 1920er-Jahre ganz im Zeichen konstruktiver, figurativer Bildfindung standen, vollzog Baumeister um 1930 in seinem Werk eine Weiterentwicklung zu linear und formal freier angelegten, amorphen Zeichen. | Irina Hiebert Grun

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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