Bildnisstudie Manfred von Ardenne
Ident. Nr.: A IV 577
ObjID: obj:965346
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1981
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnisstudie Manfred von ArdenneÜbersetzung: Sketch for Portrait of Manfred von Ardenne
- Material / Technik
- Öl und Graphit auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60,5 x 46,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965346
Objektbeschreibung
Lepke begann 1966 mit 27 Jahren ihr Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, das sie 1971 abschloss. 1974 wurde sie Mitglied im Verein Bildender Künstler der DDR. Die Aufnahme in den VBK war eine Auszeichnung, und Lepke wurde diese zuteil, obwohl ihre Bilder durchaus nicht ideologiekonform waren und sich auch nicht in sanktionierte Kunstströmungen einordnen ließen. Sie stellen ein isoliertes Phänomen dar, wenngleich eine Nähe zum französischen Impressionismus und dem Duktus des Informel erkennbar ist. Lepke pflegte früh eine dynamische und expressive Pinselführung, hieb Kleckse, Flecken und Spritzer auf die Leinwand und zog scheinbar ziellose Linien über die Fläche. Meist blieb der Bildgrund weiß und die Künstlerin konzentrierte sich auf die Motive, die sie ohne Raumeinordnung oder Ornamentik darstellte. In ihrer Studienzeit nutzte sie dunkle Farben, wovon sie allerdings etwas abrückte, da diese Palette einigen ihrer Dozent*innen zu wenig optimistisch war – und ideologiegemäß sollte die Kunst in der DDR Optimismus vermitteln. Schwarz behielt Lepke jedoch bei und nutze es oft als erste und letzte Farbe auf einem Bild, sodass es wie gerahmt wirkte. Auch die „Bildnisstudie Manfred von Ardenne“ weist diese charakteristische Malweise auf. Menschliche Formen manifestieren sich bei ihr vor allem in monumentalisierten Köpfen. Ab den frühen 1980er-Jahren ging es ihr um die Figur, den Torso oder nackten Körper, in Bewegung. | Sarah Hampel
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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