Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1974
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Fischer am BaikalÜbersetzung: Fishermen at Lake Baikal
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 110 x 150 cm
- Erwerbung
- 1975 Ankauf von der Künstlerin, Berlin (Ost)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965660
Objektbeschreibung
Ein Mann und sein Sohn – Letzterer mit drei Orden am Revers – sitzen auf einer Holzbank und blicken die Betrachtenden ernsthaft an. Gedankenverloren haben beide ihre Hände auf dem Schoß verschränkt. Die scheinbar karge Landschaft hinter ihnen ist in Wirklichkeit der Baikalsee mit seinen Ufern, die sich bis zum Horizont erstrecken. Als dieses Bild zum ersten Mal ausgestellt wurde, löste es eine Debatte aus, die die damals 36-jährige Künstlerin nach Cottbus führte, um mit einer Gruppe von Arbeiter*innen über das Bild zu sprechen. Diese Diskussion, in der Zeitschrift „Für Dich“ dokumentiert, zeigt die Schwierigkeiten, die das Publikum mit dem Werk hatte, und die Versuche der Künstlerin, zu vermitteln. Auf den Vorwurf, das Gemälde sei deprimierend und die Figuren seien unheroisch, reagierte Quevedo mit der Erklärung, sie habe sich von einer Reise und realen Menschen, die sie gesehen habe, inspirieren lassen. Sie sei vom Abendlicht und der Klarheit der Landschaft beeindruckt gewesen, ebenso wie von der Zähigkeit der Menschen, die dort lebten, wie sie weiter ausführte. Das Gemälde, das sie nach ihrer Rückkehr in die DDR anfertigte, basiert auf Skizzen und Fotos von ihrer Reise an den Baikalsee. Der Stil des Werkes – frontale Porträts in fast monochromer Farbgebung – ist typisch für ihr Schaffen in diesen Jahren (vgl. „Der Blinde“, A IV 498), das oft im Zusammenhang mit ihrer spanischen Herkunft und insbesondere den künstlerischen Einflüssen von Francisco de Goya und Diego Velázquez diskutiert wurde. | April Eisman
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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