Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1961
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Befreite Arbeit - schöneres LebenÜbersetzung: Liberating Work - Beautiful Life
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1962 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 220 x 70 x 60 cm
- Erwerbung
- 1962 Ankauf vom Künstler durch den Kulturfonds der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965663
Objektbeschreibung
Auf den ersten Blick erinnert die Bronze an ein öffentliches Denkmal. Die überlebensgroße Frau ist jedoch eine Unbekannte, es ist die archetypische Darstellung einer Bäuerin, die gerade eine lose Strähne unter ihr Kopftuch zurückstreift. Die Figur gehört zu einer umfangreichen Reihe von Frauendarstellungen, die der Bildhauer zwischen 1951 und 1962 schuf, um die arbeitende Frau in der sozialistischen Gesellschaft zu würdigen und sie damit zugleich als Allegorie für den Aufbau des neuen Staates zu inszenieren. Diese Bronze verstand Arnold, einer der erfolgreichsten Künstler der DDR, auch als Sinnbild für die Durchsetzung der sozialistischen Produktionsverhältnisse in der Landwirtschaft. Zur Zeit der Entstehung befand sich die Landwirtschaft in der DDR jedoch in einer schweren Krise. Umso mehr galt es, entsprechend dem sozialistischen Kulturanspruch ein positives Bild der Gesellschaft zu zeichnen. Der Kulturfonds der DDR erwarb die Skulptur 1962 vom Künstler und wies sie der Nationalgalerie zu. Die Bronze wurde 1976 in Wandlitz vor dem „Museum der agraren Produktivkräfte“ (heute: Barnim Panorama) aufgestellt. Das mittels staatlicher Hilfe aufgebaute Landwirtschaftsmuseum befand sich in unmittelbarer Nähe zur Waldsiedlung Wandlitz, wo Vertreter der politischen DDR-Elite residierten. Mit dem Umbau des Agrarmuseums gelangte die Dauerleihgabe 2011 wieder in die Nationalgalerie. | Jill Praus
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de