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Drei Mädchen

Ident. Nr.: NG 1/92

ObjID: obj:965833

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Rolf Dietrich Schmidt (1929 - 1989),
Künstler*in
Datierung
1955
Weitere Titel
Sammlungstitel: Drei Mädchen
Übersetzung: Three Girls
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 80 x 70 cm
Erwerbung
1992 Schenkung aus dem Nachlass des Künstlers, Berlin

Objektbeschreibung

Schmidt studierte Bildhauerei bei Bernhard Heiliger und Heinrich Drake in Berlin-Weißensee, bevor er an die Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin wechselte, um die Malereiklassen von Hans Uhlmann sowie – als Meisterschüler – Karl Schmidt-Rottluff zu besuchen. Über den Maler ist wenig bekannt. Er hatte 1976 seine erste Einzelausstellung und arbeitete später in einem Architekturbüro. Schmidt arbeitete vor allem mit den Primärfarben, Rot, Blau und Gelb. In dem Werk „Drei Mädchen“ von 1955 ist eine Vorstufe seiner Bilder ab 1960 erkennbar, in denen er die Farben nach ihrem Intensitätswert ordnete und deren Zugehörigkeit untereinander durch Striche andeutete. Es sind drei Figuren erkennbar, die leicht versetzt zueinanderstehen. Einige wenige schwarze Linien strukturieren die Komposition. | Sarah Hampel

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz