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Friedrich II. zu Pferde

Ident. Nr.: SKG 11/73

ObjID: obj:965844

Details (Expert)

Beteiligte
Louis Tuaillon (1862 - 1919),
Bildhauer*in
Datierung
um 1907-1910
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 73 x 67 x 30 cm
Erwerbung
1973 aus dem Berliner Kunsthandel erworben für die Skulpturengalerie

Objektbeschreibung

Seit der Statuette, mit der Emanuel Bardou König Friedrich II. von Preußen (1712–1786) noch im ausgehenden 18. Jahrhundert geehrt hatte (Weißenfels, Museum), griffen Bildhauer immer wieder auf den Typus des verkleinerten Denkmals zurück. Tuaillons Statuette repetiert sein 1907 begonnenes, 1910 eingeweihtes (1945 zerstörtes) Reiterstandbild in Beuthen (heute Bytom) in Oberschlesien. Bereits Bardou hatte den König in der charakteristischen, leicht buckligen Haltung dargestellt, was man zur Zeit der Aufklärung nicht als Mangel empfand, sondern als einen Ausweis von Genialität und Intelligenz. Tuaillons Entwurf nimmt darauf Bezug, im Sinne des einflussreichen Bildhauers Adolf von Hildebrand sind das Standmotiv des Pferdes sowie der Reiter selbst jedoch wesentlich statischer gehalten. Die Attribute und Uniform des Königs gehen hingegen auf diese älteren Traditionen zurück: Dreispitz und mantelartige lange Jacke mit Ordensstern verweisen ebenso darauf wie der Degen an der linken Seite, die zügelhaltende linke Hand, ja sogar die Behandlung des stämmigen Pferdes mit dem kupierten Schweif. Die Statuette fand weite Verbreitung, auch in einer Dimension von 35 Zentimetern Höhe. Ob diese Verkleinerungen auf den 200. Geburtstag des Dargestellten zurückzuführen sind (vgl. Peter Bloch [Hrsg.]: Bildwerke 1780–1910. Aus den Beständen der Skulpturengalerie und der Nationalgalerie, Berlin 1990, S. 225), bleibt offen. Das stets lebendige Interesse an Friedrich dem Großen lässt sowohl einen früheren als auch einen späteren Bronzeguss denkbar erscheinen. Da die Repliken 1912 auf Ausstellungen in Baden-Baden, Berlin und Leipzig gezeigt wurden, könnte das Werk bereits seit dem Vorjahr verfügbar gewesen sein. | Bernhard Maaz

Letzte Aktualisierung: 10.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Gänsegeier

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An der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl Janssen geschult spezialisierte sich Pallenberg auf Tierdarstellungen. Obwohl er in seiner detailreichen Gestaltung einer weitestgehend konventionellen Formensprache gefolgt ist, enthält die Skulptur „Gänsegeier“ durch ihre polychrome Ausgestaltung ein modernes Moment. Der Bildhauer kombinierte die natürliche Färbung des grau geäderten Marmors mit rot-bräunlich lasierten Partien am Fels sowie eingesetzten Glasaugen und getönten Krallen. Eine Fehlstelle am Schnabel und Bohrungen auf der rechten Seite des Felsens deuten ebenso auf heute verlorene Materialergänzungen hin. 1918 wurde Pallenbergs Schaffen auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“, die in jenem Kriegsjahr in Düsseldorf stattfand, mit über sechzig Tierplastiken gewürdigt, doch schon damals bemängelten Kritiker seine Formauffassung: „Pallenberg […] wirkt sympathisch durch seine anspruchslose Freude an Form und Bewegung meist exotischen Getiers. Leider bleibt er in der Auffassung der Form etwas kleinlich, gibt mehr Oberflächenplastik mit einem zu liebevollen Eingehen auf jede Einzelheit der zufälligen Erscheinung, da doch gerade das Typische der Tierform eine stilistisch größere Behandlung nahelegt. Nicht zufällig greift er meist zu kleinen Formaten“ (Adam Kuckhoff, Große Berliner Kunstausstellung Düsseldorf, in: Die Rheinlande, 28. Jg. [1918], H. 11/12, S. 222). Pallenberg baute sich für seine Studien eine beachtliche naturwissenschaftliche Sammlung auf und fertige neben freien Schöpfungen auch Rekonstruktionsmodelle urzeitlicher Tiere an. | Yvette Deseyve

Lautespielendes Mädchen

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Rebekka und Elieser am Brunnen

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