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Krieger und Genius

Ident. Nr.: B I 272

ObjID: obj:965974

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Kolbe (1877 - 1947),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1905 (Guss 1905)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Krieger und Genius
Übersetzung: Warrior and Genius
Geografische Bezüge
Provenienz
Galerie Paul Cassierer, Berlin,
1907
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 100 x 85 x 42 cm
Erwerbung
1907 Ankauf von der Kunsthandlung Paul Cassirer, Berlin

Objektbeschreibung

In der zweiten Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes 1905 in Berlin konnte Kolbe die ambitionierte Gruppe „Krieger und Genius“ in Bronze vorstellen. Der befreundete Maler Otto Hettner hatte ihm das Geld für den Guss geliehen. Die Berliner Bildgießerei Hermann Noack lieferte damit einen ihrer ersten Güsse im Wachsausschmelzverfahren. Mehrere Abbildungen in Kunstzeitschriften belegen, dass die Gruppe damals für beachtlich gehalten wurde. Der größte Erfolg war schließlich, dass Hugo von Tschudi, der Direktor der Nationalgalerie, eine Erwerbung in Erwägung zog: „Tschudi hat […] die Kriegergruppe zum Ankauf vorgeschlagen und sie wurde auch von der Commission angenommen, nun fehlt noch die höchste Bestätigung; diese wird kaum ausbleiben, doch die Kaufsumme fliesst in Cassirers Casse“ (Georg Kolbe an Herman Schmitt, 5.2.1907, Archiv Georg Kolbe Museum, Berlin, GK.616.6_003). Der Verkauf ist in den Abrechnungsbüchern der Berliner Galerie Paul Cassirer (Galerie Feilchenfeldt, Zürich) mit 4.000 Mark verzeichnet. Die Bronze ist ein Unikat. Sie zeigt in einer pathetischen Gruppe eine energisch voranschreitende Frau, die einen jungen Mann, der etwas kleiner ist, leitet. Die Komposition wurde in Zeichnungen vorbereitet (Georg Kolbe Museum, Berlin). Ursprünglich hielten die vorgestreckten Arme des Mannes eine Waffe, die auf Kolbes Wunsch entfernt wurde. Die Nationalgalerie hätte sich gern schon 1912 von der Gruppe getrennt. Überlegt wurde ein Tausch im Zusammenhang mit der Erwerbung der „Tänzerin“ (B I 317). Kolbe sah sich jedoch nicht in der Lage, seine früheren „Sünden“ zurückzukaufen (Georg Kolbe an die Nationalgalerie, 9.7.1912, SMB-ZA, I/NG 465). | Ursel Berger

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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