Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Die große Symphonie (Bild II)Übersetzung: The Great Symphony (Picture II)
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Iris Hahs-Hofstetter, Zernsdorf,
1970–1978 - Material / Technik
- Öl und Lack auf Karton
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 59,5 x 79 cm
- Erwerbung
- 1978 Ankauf aus dem Nachlass des Künstlers
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966029
Objektbeschreibung
Als Leiter der Malklasse an der Burg Giebichenstein in Halle experimentierte Hahs mit verschiedenen Materialien. Lack faszinierte ihn aufgrund der Eigenschaft, Licht besonders stark zu reflektieren und durch seine Transparenz den Eindruck von Leichtigkeit und Auflösung der Form zu erzeugen. In einer Hallenser Autokarosseriefabrik erschlossen sich Hahs 1925 die Möglichkeiten farbiger Lackierung auf Holz und Metall. Vier Jahre später begann er, Lacke auch in der freien künstlerischen Tätigkeit zu verwenden. Von 1929 bis 1939 und abermals zwischen 1947 und 1969 entstand ein Werkkomplex von etwa 150 ungegenständlichen Arbeiten, in denen der Künstler häufig Lack nutzte. Fünf Bilder gleichen Formats aus den Jahren 1929 bis 1932 fasste Hahs unter dem Titel „Die große Symphonie“ zusammen. Er wird dabei an jene Orchesterwerke ohne Solisten gedacht haben, die wie bei Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz und Gustav Mahler in fünf statt – wie zumeist üblich – in vier Sätzen komponiert sind. Das zweite Blatt in Hahs’ Serie zeigt vor erdfarbigem Hintergrund ineinandergreifende, geschwungene, zumeist durch dunkle Parallellinien strukturierte Flächen in Weiß-, Gelb- und Brauntönen. Der Duktus des Farbauftrags ruft durch seine schnellen Richtungswechsel den Eindruck lebhafter Bewegung hervor. Wie eine Lupe hebt eine graue Linie in abgerundeter Trapezform die lackierten Flächen hervor, die von innen heraus golden zu leuchten scheinen. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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