Mutterliebe
Ident. Nr.: A III 316
ObjID: obj:966043
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1911
- Provenienz
- Kauf: Schlesischer Museumsverein, Breslau,
1911Schlesisches Museum der Bildenden Künste, Breslau,
frühestens 1911 - vor 1953Volksrepublik Polen,
1953Freundschaftsgeschenk der Volksrepublik Polen an die Regierung der DDR,
1953Schenkung: Ministerium für Kultur der DDR, Berlin,
1953–1954 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 130 x 100 cm
- Erwerbung
- 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966043
Objektbeschreibung
1904 hatte Corinth seine Schülerin Charlotte Berend (1880–1967) geheiratet. Das Bild zeigt sie mit ihrem Sohn Thomas (1904–1988) in einer intimen familiären Szene, gemalt in St. Ulrich im Grödnertal. Die Mutter, im morgendlichen Negligé am Fenster sitzend, blickt in zärtlicher Zuwendung dem nackt zwischen ihren Knien stehenden Sohn in die Augen – ein weltlicher, sinnlich vitaler Gegenentwurf zur religiösen Darstellung der Madonna mit Kind. „Von den Bildern, die mich gemeinsam mit Thomas zeigen, ist mir ein 1911 in Tirol entstandenes besonders lieb. Während ich, angetan mit einem blauen Kleid, auf einer Fensterbank sitze, schmiegt sich der siebenjährige Junge mit seinem nackten Körperchen an mich. Wie hat Corinths Herz gepocht, als er den innigen Ausdruck, mit dem Thomas mich anblickt, festhielt! Unter dem Titel ‚Mutterliebe‘ trat das Bild dann seine Wanderschaft an“ (Charlotte Berend-Corinth, Die Gemälde von Lovis Corinth, München 1958, S. 93). | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a