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Büffelkuh

Ident. Nr.: NG 113/81

ObjID: obj:966047

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Gerhard Marcks (1889 - 1981),
Künstler*in
Datierung
1953, Guss 19.7.1979
Weitere Titel
Sammlungstitel: Büffelkuh
Übersetzung: Buffalo Cow
Geografische Bezüge
Provenienz
Gießerei Barth, Rinteln,
19.7.1979
Galerie Alex Vömel, Düsseldorf,
19.7.1979
Grafisches Kabinett, Wolfgang Werner KG, Bremen,
1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 36,5 x 51 x 19 cm
Erwerbung
1981 Ankauf vom Graphischen Kabinett Kunsthandel Wolfgang Werner KG, Bremen, aus Mitteln der Stiftung Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Tiere spielen im Œuvre von Gerhard Marcks eine zentrale Rolle. Seine ersten erhaltenen Plastiken wie „Lauernde Wölfin“ (WVZ Busch/Rudloff 1977, 3), „Liegender Löwe“ (WVZ 6) oder „Fressender Löwe“ (WVZ 9) atmen noch den Geist der französischen animaliers, zum Beispiel Antoine-Louis Barye und Emmanuel Frémiet, insbesondere in der Wahl des kleinen Formats, der dynamischen Komposition oder kleinteiligen Oberflächenbearbeitung. Unter dem Einfluss des Tierplastikers August Gaul, der den Autodidakten Marcks mit Korrekturen unterstützte, stellt sich eine Formberuhigung ein, die mit einer zunehmenden Vereinfachung einhergeht. Auffallend stereometrisch ist die Komposition der „Büffelkuh“ angelegt, deren nach vorn gestreckte Kopfhaltung ein die Figur bestimmendes Dreieck bildet und ihren Nachhall im kubisch gebauten Körper findet. Die Gerhard-Marcks-Stiftung Bremen bewahrt einige Vorzeichnungen zur „Büffelkuh“ von 1953 auf. Sie gehen auf Eindrücke zurück, die Marcks im Herbst 1953 auf seiner Italienreise in Paestum sammelte. Der mit 5/8 bezeichnete Guss der Nationalgalerie wurde von der Gießerei Barth in Rinteln im Juli 1979 gegossen, mittlerweile ist die komplette Auflage ausgegossen. | Yvette Deseyve

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz