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Encounter

Ident. Nr.: B 763

ObjID: obj:966098

1965 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Lynn Chadwick (1914 - 2003),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1958
Weitere Titel
Sammlungstitel: Encounter
Begegnung
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 46 x 23,5 x 26 cm
Erwerbung
1965 Ankauf von der Galerie im Erker, St. Gallen, Schweiz, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Chadwick wurde in den 1930er-Jahren zum Architekturzeichner ausgebildet und erlernte nach dem Zweiten Weltkrieg das Schweißen, um Plastiken zu schaffen. Er gehörte zu der Generation britischer Bildhauer, die sich in der Nachkriegszeit einen Namen machten, wie etwa Reg Butler und Kenneth Armitage. Allerdings blieb er eher ein Einzelgänger und schloss sich keiner künstlerischen Gruppe an. Anfangs schweißte er Stahlstangen zu geometrischen Figuren, später füllte er diese aus, wie auch bei „Encounter“ („Begegnung“). Hierfür benutzte er eine Mischung aus Gips und Eisenspänen. Die geometrischen Formen sind noch erkennbar, aber zu einem blockhaften, kantigen Körper geworden, der auf drei spindeldürren Beinen steht. Ein starrer Zweig aus Bronze wächst oben aus einer Ecke heraus, was dem Werk eine vegetabile Anmutung verleiht. Chadwick betitelte einige seiner Werke mit „Encounter“. Häufig stehen dabei zwei Formen oder Figuren im Mittelpunkt, die zusammengehören; hier treffen das Geometrische und das Organische aufeinander. Zwei sehr ähnlich geformte Skulpturen von 1955/1956 und 1957 heißen „The Seasons“ (WVZ Farr/Chadwick 2014, 176, 225); auch „Encounter“ lief lange unter diesem Titel. 1956 hatte Chadwick auf der 28. „Biennale von Venedig“ überraschend den Internationalen Preis für Bildhauerei gewonnen. Als er „Encounter“ schuf, war er auf dem Höhepunkt seines Schaffens. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Der gebürtige Brite Hayter war nach einem Studium der Chemie und Geologie 1926 nach Paris gegangen, um an der Académie Julian Kunst zu studieren. Er wandte sich nun vor allem der Druckgrafik zu. Bereits 1927 führte er ein privates Atelier für experimentelle Grafik, das ab 1931 als „Atelier 17“ bekannt wurde. Es war bald ein kreativer Ort der Lehre und des Gedankenaustauschs für Künstler wie Yves Tanguy, André Masson, Joan Miró, Wassily Kandinsky, Roberto Matta und Hans Arp. Anfang der 1930er-Jahre löste sich Hayter von seinen figurativen Anfängen und baute mehr und mehr abstrakte, organische Formen in seine Grafiken ein, die seine Nähe zu den Surrealisten bezeugen. Zu den frühesten Arbeiten, die diesen Wechsel dokumentieren, gehört die sechsteilige Radierserie „Apokalypse“. Die auf den ersten Blättern noch dominanten figurativen Elemente – ein Mann, dessen Herz offen in seiner Brust schlägt; eine Gruppe von Pferden oder ein brennendes Haus, das von tiefen Rissen umgeben ist – werden von amorphen Linien- und Flächengebilden überlagert, die in den letzten drei Blättern überhandnehmen und den apokalyptischen Prozess der Auflösung unterstreichen. Erst als die Veröffentlichung der Radierungen, begleitet von Versen des surrealistischen Dichters Georges Hugnet, in der Pariser Édition Jeanne Bucher 1932 bevorstand, wurde deren Reihenfolge festgelegt. Seine künstlerische Expertise nahm Hayter 1940 mit nach New York, wo er ein neues Atelier eröffnete, das bald zum Anlaufpunkt von Künstlern wie William Baziotes, Robert Motherwell, Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko und Adolph Gottlieb wurde. | Maike Steinkamp