Bildnis des Dichters Karl Wilhelm Ramler
Ident. Nr.: A III 326
ObjID: obj:966249
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- nach 1771
- Provenienz
- Anna von Parthey, Berlin,
375627Volksrepublik Polen,
1953Freundschaftsgeschenk der Volksrepublik Polen an die Regierung der DDR,
1953Schenkung: Ministerium für Kultur der DDR, Berlin,
1953–1954 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 55,5 x 46,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966249
Objektbeschreibung
Karl Wilhelm Ramler (1725–1798) gehörte zum Kreis der Berliner Aufklärer um Moses Mendelssohn, Friedrich Nicolai und Johann Georg Sulzer. Nach seinem Studium der Theologie, Medizin und Philologie in Halle und Berlin nahm er anschließend bei Werneuchen eine Stelle als Hauslehrer an. 1747 kehrte Ramler nach Berlin zurück, wo er Philosophie und Ästhetik an der Berliner Kadettenanstalt unterrichtete und sich als Dichter, Literaturkritiker und Übersetzer einen Namen machte (1767 »Oden«, 1769 Übersetzung der »Oden des Horaz«, 1772 »Lyrische Gedichte«). Mit Johann Georg Sulzer gab er 1750/51 die »Critischen Nachrichten aus dem Reiche der Gelehrsamkeit« heraus. Seit 1786 war er Mitglied der Berliner Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, ein Jahr später wurde er in die Kunstakademie aufgenommen. Von 1790 bis kurz vor seinem Tod leitete er das Königliche Nationaltheater. Wie der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim in Halberstadt und der Verleger Philipp Erasmus Reich in Leipzig sammelte auch Ramler Porträts: »[…] ich [weiß] gar nicht, was das für ein Leben sein muß, wenn man seines Freundes Porträt nicht hat«, schrieb er am 16. September 1752 an Gleim (zit. nach: Von Mensch zu Mensch, Ausst.-Kat., Halberstadt 2010, S. 47). Bei dem Gemälde der Nationalgalerie handelt es sich um eine unvollendete Replik. Die Erstfassung entstand 1771, als Graff während eines Berlinaufenthaltes für die Freundschaftsgalerie von Reich mehrere Berliner Gelehrte porträtierte. Die Replik war früher im Besitz der Familie Parthey, den Nachfahren des Berliner Verlegers Friedrich Nicolai. | Birgit Verwiebe
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Alte Nationalgalerie
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