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Stilleben

Ident. Nr.: A II 978

ObjID: obj:966343

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Brünner (1847 - 1918),
Maler*in
Datierung
nach 1888
Provenienz
Schenkung: Lisa Schettler, Kassel (Tochter des Künstlers),
November 1914 - 6.12.1941
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 81 x 105,5 cm
Erwerbung
1941 Geschenk der Tochter des Künstler, Lisa Schettler, Kassel

Objektbeschreibung

Das bildbestimmende Motiv in Carl Brünners Stilleben mit Käseglocke und einem mit dem »Berliner Tageblatt« ausgeschlagenen Korb voller geräucherter Makrelen ist eindeutig die mächtige Holzkiste, an der Aal und Scholle zum Trocknen aufgehängt sind. Die Kiste diente ursprünglich dem Transport von Kunstgut und wurde laut Reiseetikett von dem Berliner Verlag Richard Bong an »Herrn C. Brünner, Maler / a. d. Kunstgewerbeschule Kassel« geschickt. Brünner hatte dort seit 1888 eine Professur inne. Die Xylographische Anstalt des Verlags reproduzierte im späten 19. Jahrhundert zahlreiche Kunstwerke in Holzstich, die sodann in den hauseigenen Zeitschriften, wie der »Modernen Kunst«, veröffentlicht wurden. Es ist gut möglich, daß eines von Brünners Werken bei Bong auf diese Weise xylographisch reproduziert worden war und der Künstler darauf mit Stolz hinweisen wollte. – Das Gemälde, das Carl Brünner 1914, vier Jahre vor seinem Tod, seiner Tochter Lisa schenkte, kam über diese 1941 als Geschenk in die Nationalgalerie. | Regina Freyberger

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Edward T. Pearson

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Knabe am Schreibtisch

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Läuferin

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Der aus Riga stammende Starck begann sein Studium in Stuttgart und wechselte 1887 an die Berliner Hochschule für die bildenden Künste. Dort studierte er bei Albert Wolff, Fritz Schaper und Ernst Herter, von 1891 bis 1898 war er Meisterschüler von Reinhold Begas. Sein 1891 entstandener „Flötenspieler“ weist noch letzte Wurzeln im Neobarock auf, ehe sich der Bildhauer verstärkt einer neoklassizistischen Formensprache zuwandte, wie sie in seiner Bronze „Träumerei“ (1898, B I 129) oder auch in der polychrom gefassten Marmorarbeit „Die Quelle“ (1903, B I 200) zu beobachten ist. Die kleinformatige Statuette einer antikisierend gestalteten Läuferin im weiten Ausfallschritt und mit erhobenem rechten Arm wurde 1928 vom Kultusminister für die Nationalgalerie angekauft. In Starcks handschriftlichem Werkverzeichnis (NL Starck, vgl. Sabine Hannesen, Der Bildhauer Constantin Starck (1866–1939). Leben und Werk, Frankfurt am Main 1991, Kat. Nr. 154) lautet der Titel „Läuferin“; in anderer Literatur werden auch „Im Ziel“, „Am Ziel“ oder „Durchs Ziel“ genannt. Der Originalgips befindet sich im Besitz der Erben des Künstlers in Berlin. Nicht zuletzt durch die Statuetten der Bildhauerin René Sintenis (vgl. etwa „Der Läufer Nurmi“, B I 463) erfreuten sich in der Weimarer Republik Darstellungen von Sportlern zunehmend großer Beliebtheit. Starck betrieb häufig Studien auf Sportplätzen, die er mehrfach in entsprechende Motive umsetzte und teilweise lebensgroß ausführte: Golfspielerinnen, Tennisspielerinnen und andere, von denen manche auch in kleinformatigen Wiederholungen angeboten wurden. Vom vorliegenden Motiv ist keine großformatige Version bekannt. | Yvette Deseyve und Bernhard Maaz