Barques (à l'ancre)
Ident. Nr.: B 150
ObjID: obj:966344
1956 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929/1930
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Barques (à l'ancre)FischerbooteÜbersetzung: Boats (at Anchor)
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
389118Kauf: Theodor Woelfer (Wölfer), Malmö/Stockholm,
1956Kommission: Galerie Aenne Abels, Köln,
389122Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1956–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 19 x 33 cm
- Erwerbung
- 1956 Ankauf von der Galerie Änne Abels, Köln, durch das Land Berlin mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West).
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966344
Objektbeschreibung
Nach schweren Verletzungen im Ersten Weltkrieg hatte Braque ab 1917 in Paris gelebt; nun suchte er zunehmend Rückzug in der Normandie. Im Sommer 1929 kaufte er ein Stück Land im Badeort Varengeville-sur-Mer bei Dieppe, baute dort ein Cottage und verbrachte in den nächsten Jahren viel Zeit dort. Er malte zahlreiche meist kleinformatige Bilder des Kieselstrandes, da er diese in seinem Auto besser zum Verkauf nach Paris transportieren konnte. Bis mindestens 1933 blieb das Gemälde „Fischerboote“ im Besitz des Künstlers, der es in jenem Jahr der Kunsthalle Basel für eine Retrospektive seiner Werke auslieh. Braque malte zu dieser Zeit längst nicht mehr im kubistischen Stil, den er gemeinsam mit Pablo Picasso zwanzig Jahre zuvor entwickelt hatte (vgl. „Stillleben mit Glas und Zeitung“, NG MB 90/2000). Auf den ersten Blick ist die Komposition durchaus realistisch angelegt: Die Darstellung der Boote erzeugt eine räumliche Dimension, und hinter ihnen scheint der Horizont angedeutet zu sein. Doch die Perspektive ist nur impliziert, nicht konsequent verfolgt, und auch die Farben sind von Bezügen zur Wirklichkeit befreit. Der vermeintliche Horizont knickt links nach unten ab; im Graugelb oben könnten die Klippen an der Küste oder der Himmel anklingen; auf den schwarzen Booten zeichnen helle Linien die Ruderbänke und Dollborde nach. Letzteres antizipiert Arbeiten aus den frühen 1930er-Jahren, in denen Braque weiße Zeichnungen auf schwarz bemaltem Grund eingeritzt hat. | Christina Thomson und Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de