Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1966
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 180 x 92 cm
- Erwerbung
- 1969 Schenkung Teddy Brunius, Uppsala/Schweden
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966778
Objektbeschreibung
Der schwedische Maler Bærtling, gelernter Banker und künstlerischer Autodidakt, arbeitete figurativ-expressionistisch, bevor er sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Abstraktion zuwandte. Während mehrerer Aufenthalte in Paris bestärkten Besuche des Salon des réalités nouvelles und Begegnungen mit Künstlern wie André Lhote, Fernand Léger und Auguste Herbin ihn in seiner Hinwendung zu geometrisch-abstrakten Formprinzipien. Ab 1950 entstanden Kompositionen aus monochromen, geometrischen Flächen. In den folgenden Jahren konzentrierte sich Bærtling auf dreieckige Farbfelder und schwarze Linien. Die dynamische Wirkung der Farbe Violett brachte ihn dazu, die Dreiecke über die Begrenzung der Bildfläche hinaus ins Unendliche zu denken: „Die violette Farbe“, so schreibt er 1971, „bewirkte eine höhere Geschwindigkeit, gesteigerte Monumentalität und eine bewusstere Steuerung meiner schwarzen Linien. Die Spitzen der Winkel lagen nun außerhalb des Bildrandes, immer weiter von ihm entfernt.“ (Prolog zu einem Manifest der Offenen Form [1971], in: Olle Bærtling. Retrospektive, Ausst.-Kat. Kunsthalle Kiel, 2001, S. 95–117, S. 109). Das in der Nationalgalerie befindliche Gemälde „Xo“ gehört zu einer zwischen 1963 und 1966 entstandenen Gruppe langformatiger Gemälde mit zentralen violetten Flächen und angeschnittenen Dreiecken. Von dieser „offenen Form“ geht für Bærtling eine „konzentrierte, geladene Energie aus, die mit suggestiver Kraft in einen Raum von starker Dynamik und unendlichen, unbekannten Dimensionen umgewandelt wird.“ (Ebd., S. 117) | Nina Schallenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
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