Reiterin (Ida Görtz zu Pferde)
Ident. Nr.: A II 337
ObjID: obj:966810
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1900/1902
- Provenienz
- Dr. Jörg Trübner, Berlin (Sohn des Künstlers),
1921 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 168,5 x 130 cm
- Erwerbung
- 1921 im Tausch erworben von Dr. Jörg Trübner, Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966810
Objektbeschreibung
Ida Görtz (1878–1951), seit 1904 verheiratet mit dem Komponisten Anton Beer-Walbrunn (1864–1929), war eine der vielen Schülerinnen Trübners an dessen 1897 bis 1903 in Frankfurt am Main existierender privater Malschule. Die spätere Landschaftsmalerin Ida Görtz würdigte Trübner 1919 in der Zeitschrift »Kunst und Künstler« (18. Jg., 1930, S. 489–500). Ihr Porträt dürfte wie die anderen Reiterbildnisse dieser Zeit, darunter die der Schülerinnen Erna von Holzhausen (1901, Neue Pinakothek, München) und Lina von Schauroth (1902, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg), während gemeinsamer Studienaufenthalte im Odenwald entstanden sein. Charakteristisch sind die starke Nahsicht und das malerische Verschmelzen von Raum und Figur. Bildbestimmend ist das in breiten Pinselstrichen aufgetragene Kolorit, hinter das die Dargestellte in dunklem Reitkostüm und das aufmerksam am Zügel stehende Pferd zurücktreten. Auch in der Porträtmalerei, die Trübner als Prüfstein eines jeden Malers verstand, galt in Anlehnung an Leibl das »reinkünstlerische Prinzip« als höchste Kür (W. Trübner, Personalien und Prinzipien, Berlin 1907, S. 157). Man wisse bei diesen Bildern nicht, so der Kritiker Hans Rosenhagen anläßlich der zweiten Ausstellung der Berliner Secession, »was bewunderungswürdiger ist, die Naturempfindung, die prachtvolle tiefe und doch lichtreiche Farbe oder die schlichte, grosse, breite Malerei« (Die Kunst für Alle, 15. Jg., 1900, H. 20, S. 461). | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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